Rückzieher: Zune kommt im Herbst nicht nach Europa

Google hat Microsoft bei Doubleclick-Kauf nicht überboten

Microsoft-Chef Steve Ballmer teilte im Interview mit der Wirtschaftswoche mit, dass der Musikspieler Zune nicht wie vorher erwartet im Herbst 2007 nach Europa kommen wird. In den USA blieb das Gerät mit 10 Prozent Marktanteil hinter den Erwartungen von Microsoft zurück, die es einst als iPod-Killer ankündigten.

Artikel veröffentlicht am ,

"Bisher verlieren wir in dem Geschäft Geld, weil wir investieren müssen. Daher haben wir uns entschieden, noch nicht in neue Märkte zu gehen. Wann das der Fall sein wird, kann ich heute noch nicht sagen", ruderte der Microsoft-Chef in der Wirtschaftswoche zurück. Nur geringe Marktchancen räumt Ballmer dem iPhone ein: "Ich garantiere Ihnen, dass sich das iPhone nicht sonderlich verkaufen wird."

Pro Jahr würden derzeit 1,2 Milliarden Handys verkauft. Ballmer:"Bei einem derartigen Preis wird es Apple kaum gelingen, davon einen signifikanten Anteil zu erobern. Microsofts Anspruch mit Windows Mobile lautet dagegen, Hunderte Millionen Geräte jährlich zu verkaufen."

Erstmals stellte der Microsoft-Chef klar, dass die Information, Google habe Microsoft beim Bieterprozess um den Internet-Werbeanbieter Doubleclick überboten, nicht stimme. "Der Besitzer von Doubleclick war ein Finanzinvestor, der - wenn er gewollt hätte - bei dieser Transaktion definitiv mehr Geld hätte verdienen können. Sie müssen ihn fragen, warum er darauf verzichtet hat", so Ballmer gegenüber dem Wirtschaftsmagazin.

Für Ballmer war der Zuschlag für Google ein Rückschlag bei der Aufholjagd im Geschäft mit Online-Werbung: "Die Zahlen sprechen für sich selbst. Wir haben eine weniger gute Position bei der Online-Suche. Und das beste Geschäft mit Internetanzeigen macht derzeit nun einmal das Segment Websuche." Wann man den Rückstand gegenüber Google aufholen kann, weiß Microsoft allerdings nicht.

Obwohl SAP und Oracle nun im Microsoft-Kernmarkt-Mittelstand beim Geschäft mit Unternehmenssoftware mitmischen, bleibt Ballmer ungerührt: "Wir haben doch allein im vergangenen Jahr drei neue Mittelstandsprodukte auf den Markt gebracht. Und die kaufen die Unternehmen bereits fleißig."

Zudem sei Microsoft im Mittelstand bereits die Nummer eins, mit sieben bis acht Prozent Marktanteil. Dies sei durch die starke Fragmentierung des Marktes für mittelständische Unternehmenspakete möglich. Auch wenn SAP eine komplett neue Software für kleinere Firmen auf den Markt bringen will, beunruhigt dies Microsoft nicht. Auch die Partnerschaft mit SAP stünde nicht zur Diskussion. Übernehmen wolle Microsoft SAP auch nicht, versicherte Ballmer.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aho 05. Jun 2007

selbst wenn sie NICHT korrekt wäre: DRM ist und bleibt sinnlos. man schränkt sich daduch...

wiimote.de 04. Jun 2007

Ich verstehs nicht. 10% hört sich doch gut an. Was haben die den geglaubt? Das sie den...

Duke. 04. Jun 2007

Na, mit dem Zune konnte man wahrscheinlich nicht genug OEMs zum Bundle mit irgendeinem...

naja 04. Jun 2007

Ja das geht, obwohl du dir das selber beantwoten könntest......... Du kannst normale MP3...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
25 Jahre Starship Troopers
Paul Verhoevens missverstandene Satire

Als Starship Troopers in die Kinos kam, wurde ihm faschistoides Gedankengut unterstellt. Dabei ist der Film des Niederländers Paul Verhoeven eine beißende Satire.
Von Peter Osteried

25 Jahre Starship Troopers: Paul Verhoevens missverstandene Satire
Artikel
  1. Azure DevOps: Die Entwicklerplattform, die es richtig macht
    Azure DevOps
    Die Entwicklerplattform, die es richtig macht

    Azure DevOps ist eine mächtige und ständig wachsende Plattform. Ich bin Fan - und zwar aus guten Gründen.
    Ein IMHO von Rene Koch

  2. Lügenvorwürfe: Beschwerden über Telekom-Drückerkolonnen auch in Karlsruhe
    Lügenvorwürfe
    Beschwerden über Telekom-Drückerkolonnen auch in Karlsruhe

    Wie in Köln arbeiten Telekom-Werber offenbar auch in Karlsruhe mit fragwürdigen Methoden. Verbraucherschützer fordern ein Verbot solcher Besuche ohne Einwilligung.

  3. Energiekrise: Brauchen wir Atomkraftwerke noch?
    Energiekrise
    Brauchen wir Atomkraftwerke noch?

    Wegen des Kriegs in der Ukraine laufen die letzten drei deutschen Atomkraftwerke bis Mitte April. Ein Weiterbetrieb wird gefordert. Wie realistisch oder sinnvoll ist das?
    Eine Analyse von Werner Pluta

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Kingston NV2 2TB 104,90€ • Patriot Viper VPN100 2TB 123,89€ • Alternate: Weekend Sale • WSV bei MediaMarkt • XIAOMI Watch S1 149€ • Alphacool Eiswolf 2 AiO 360 Radeon RX 6800/XT 227,89€ • MindStar: be quiet! Dark Power 13 1000W 259€ • The Legend of Zelda: Link's Awakening 39,99€ [Werbung]
    •  /