T-Systems droht die Zerschlagung durch Teilverkauf
Für Pauly wird kein Nachfolger gesucht. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Focus droht T-Systems die Zerschlagung in Form eines Teilverkaufs an den Finanzinvestor Cerberus(öffnet im neuen Fenster) , der vor wenigen Wochen dem Daimler-Konzern die defizitäre Tochter Chrysler abkaufte. Cerberus sei nicht an dem gesamten Unternehmen interessiert, sondern wolle nur einige Bereiche übernehmen. Die Telekom suche nicht einmal mehr nach einem Nachfolger für Ex-T-Systems Chef Pauly.
Die 160.000 Mittelständler, die T-Systems-Kunden sind, sollen dem Bericht des Focus zufolge zur neuen Festnetzsparte T-Home kommen, während Cerberus sich für die internationalen Großkunden interessiere. Möglicherweise soll deren Betreuung in einer Gesellschaft mit einer Minderheitsbeteiligung der Telekom erfolgen.
Für den zurückgetretenen T-Systems-Chef Lothar Pauly suche die Telekom nach Focus-Informationen derzeit keinen Nachfolger. Über die finanziellen Regelungen zum Abscheiden von Pauly soll der Aufsichtsrat in der nächsten Woche entscheiden. Nach Focus-Informationen soll Pauly mit 4,5 Millionen Euro Abfindung entschädigt werden.