Copyright Summit - Zukunft der Verwertungsgesellschaften

Creative-Commons-Gründer Lawrence Lessig in der Höhle des Löwen

Der Dachverband der Verwertungsgesellschaften CISAC (International Confederation of Societies of Authors and Composers) veranstaltete am 30. und 31. Mai 2007 seinen ersten Urheberrechtsgipfel in Brüssel. Unter dem Motto "Creators first!" ging es um die Zukunft der Verwertungsgesellschaften in einer digitalen globalisierten Welt.

Artikel veröffentlicht am ,

Neben Künstlern und Songwritern wie Charles Aznavour oder Robin Gibb (Bee Gees) waren über 400 Vertreter von Verwertungsgesellschaften aus der ganzen Welt erschienen. Ein Schwerpunkt der Diskussionen lag bei der künftigen Entlohnung von Künstlern und der Frage, welche Reformen und Kooperationen notwendig sind oder ob der Einsatz von Creative-Commons-Lizenzen das Ende des Copyright bedeutet.

Das Urheberrecht hat ein Imageproblem

Zu Beginn des Gipfels wurde dabei zunächst die grundsätzliche Situation und Perspektive von Urheberrecht und Rechteinhabern diskutiert. Dabei wurde die enorme Wichtigkeit des Urheberrechts für die Industrie und Gesellschaft hervorgehoben. John LoFrumento von der US-Verwertungsgesellschaft ASCAP (American Society of Composers, Authors and Publishers) forderte nachdrücklich dazu auf, den Respekt für Urheberrechte zu stärken. Seine Organisation hat dazu unter anderem eine PR-Kampagne für Schulen in den USA entwickelt. In dieser soll Schülern beispielsweise klar gemacht werden, dass ihre Eltern in Handschellen abgeführt werden, wenn sie illegale Downloads vornehmen. Die ASCAP hat dazu eine Comic-Reihe entwickelt. Unter dem Titel: "Pirate Comics Presents ... Donny the Downloader" erlebt der Held allerlei Negatives, wenn er das Urheberrechte missachtet.

Manuel Medina Ortega (MdEP) konstatierte eine Kultur der Nichtwahrnehmung, wenn es um Urheberrechte geht. Zwar akzeptieren die Leute die Musik, nicht aber die Einschränkungen, die sich ihrer Ansicht nach mit dem Urheberrechtsschutz verbinden. Zudem sei der Konsument meist in der Hand der Wirtschaft. Emma Pike, Vertreterin der British Music Rights, konstatierte ein aktuelles Imageproblem des Urheberrechts. Grundsätzlich sei das Urheberrecht nicht per se der falsche Ansatz, vielmehr ist es eine Frage, wie mit Lizenzen umgegangen wird. Insbesondere sieht sie dabei für Web-2.0-Anwendungen wie YouTube oder MySpace eine große Herausforderung. Um die Akzeptanz zu stärken, forderte sie in der Diskussion eine stärkere Einbindung der Nutzer, die inzwischen gleichzeitig Produzenten sind, in Fragen der Technologie und des Schutzes von Urheberrechten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Copyright Summit - Zukunft der Verwertungsgesellschaften 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5.  


Mac Addict 04. Jun 2007

Na und? Was haben Videos, Werbung und Promis mit Musik zu tun? Videos und "Promis" sind...

DasRestmüllOrakel 03. Jun 2007

Wenn man diese öffnet kann man die Zukunft der Verwertungsgesellschaften klar erkennen...

n2 01. Jun 2007

Die Verwertungsgesellschaften könnten versuchen, Sand zum Buddel am Strand zu verkaufen...

n2 01. Jun 2007

Genau! Hier die Links zu den netlabels, die ich mag: http://del.icio.us/nerd2000/netlabel



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Framework Laptop im Hardware-Test
Schrauber aller Länder, vereinigt euch!

Der modulare Framework Laptop ist ein wahrgewordener Basteltraum. Und unsere Begeisterung für das, was damit alles möglich ist, lässt sich nur schwer bändigen.
Ein Test von Oliver Nickel und Sebastian Grüner

Framework Laptop im Hardware-Test: Schrauber aller Länder, vereinigt euch!
Artikel
  1. FTTH: Liberty Network startet noch mal in Deutschland
    FTTH
    Liberty Network startet noch mal in Deutschland

    Das erste FTTH-Projekt ist gescheitert. Jetzt wandert Liberty von Brandenburg nach Bayern an den Starnberger See.

  2. 5.000 Dollar Belohnung: Elon Musk wollte Twitter-Konto von 19-Jährigem stilllegen
    5.000 Dollar Belohnung
    Elon Musk wollte Twitter-Konto von 19-Jährigem stilllegen

    Tesla-Chef Elon Musk bot einem US-Teenager jüngst angeblich 5.000 US-Dollar, damit der seinen auf Twitter betriebenen Flight-Tracker einstellt.

  3. Let's Encrypt: Was Admins heute tun müssen
    Let's Encrypt
    Was Admins heute tun müssen

    Heute um 17 Uhr werden bei Let's Encrypt Zertifikate zurückgezogen. Wir beschreiben, wie Admins prüfen können, ob sie betroffen sind.
    Eine Anleitung von Hanno Böck

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3080 12GB 1.499€ • iPhone 13 Pro 512GB 1.349€ • DXRacer Gaming-Stuhl 159€ • LG OLED 55 Zoll 1.149€ • PS5 Digital mit o2-Vertrag bestellbar • Prime-Filme für je 0,99€ leihen • One Plus Nord 2 335€ • Intel i7 3,6Ghz 399€ • Alternate: u.a. Sennheiser Gaming-Headset 169,90€ [Werbung]
    •  /