Letzter Entwurf der GPLv3 veröffentlicht
Der aktuelle Entwurf(öffnet im neuen Fenster) der GNU General Public License (GPL) v3 soll nach dem Willen der FSF der letzte sein und steht noch für 28 Tage zur Diskussion – am 29. Juni 2007 soll dann die endgültige Fassung präsentiert werden.
Neu in diesem Entwurf ist die Kompatibilität zur Apache-Lizenz 2.0. Schon zuvor hatten die Lizenzautoren an diesem Punkt gearbeitet, ihn für den dritten Entwurf jedoch noch nicht umsetzen können. Schon mit diesem Entwurf hatten die Autoren aber eine Passage eingefügt, die sich mit dem Microsoft-Novell-Deal beschäftigte. In der aktuellen Fassung wird Firmen, die nach dem 28. März 2007 solche Abkommen schließen, die Verbreitung von unter der GPLv3 lizenzierter Software untersagt. Der Microsoft-Novell-Deal ist damit im Grunde durch die GPLv3 abgesegnet, schließlich wurde er schon am 2. November 2006 geschlossen. Dieses Datum wurde eingefügt, da laut FSF einige Firmen aus dem Open-Source-Umfeld befürchteten, dass ihre Verträge durch die Formulierung der GPLv3 verboten würden, obwohl sie keine Auswirkungen auf die Community hätten, erklärt die FSF.
Zudem könne der hierin beinhaltete Schutz vor Patentklagen gegen Microsoft zu Gunsten der gesamten Open-Source-Community ausgelegt werden, so die FSF. Der Patentschutz für von Novell verteile GPLv3-Software soll also für jeden Nutzer gelten, nicht nur für Novells Kunden. Die Kompatibilität der GPLv3 mit anderen GNU-Lizenzen hat die FSF in einer Matrix(öffnet im neuen Fenster) dargestellt.
GNU-Gründer Richard Stallman hat derweil ein Essay(öffnet im neuen Fenster) verfasst, in dem er erläutert, warum Entwickler seiner Meinung nach zur GPLv3 wechseln sollten. Allerdings schreibt er auch, dass es kein Problem sei, wenn GPLv2 und v3 nebeneinander existieren. Die GPLv3 hätte vor allem das Ziel gehabt, freie Software davor zu bewahren, durch Patente proprietär zu werden, so Stallman. Gerade deshalb habe man explizite Regelungen bezüglich Softwarepatenten aufgenommen, wenngleich diese nicht so weit gingen, wie einige es wohl gerne gehabt hätten.
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