Abo
  • Services:

Letzter Entwurf der GPLv3 veröffentlicht

Fertige Fassung soll am 29. Juni 2007 erscheinen

Die Free Software Foundation (FSF) hat den letzten Entwurf der GPLv3 veröffentlicht. Damit ist nun auch die Kompatibilität zur Apache-Lizenz 2.0 sichergestellt, die zuvor nicht erreicht werden konnte. Für einen knappen Monat steht der vierte Entwurf nun zur Diskussion, bevor Ende Juni 2007 die finale Fassung veröffentlicht werden soll.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Der aktuelle Entwurf der GNU General Public License (GPL) v3 soll nach dem Willen der FSF der letzte sein und steht noch für 28 Tage zur Diskussion - am 29. Juni 2007 soll dann die endgültige Fassung präsentiert werden.

Stellenmarkt
  1. Fachhochschule Südwestfalen, Hagen
  2. Statistisches Bundesamt, Wiesbaden

Neu in diesem Entwurf ist die Kompatibilität zur Apache-Lizenz 2.0. Schon zuvor hatten die Lizenzautoren an diesem Punkt gearbeitet, ihn für den dritten Entwurf jedoch noch nicht umsetzen können. Schon mit diesem Entwurf hatten die Autoren aber eine Passage eingefügt, die sich mit dem Microsoft-Novell-Deal beschäftigte. In der aktuellen Fassung wird Firmen, die nach dem 28. März 2007 solche Abkommen schließen, die Verbreitung von unter der GPLv3 lizenzierter Software untersagt. Der Microsoft-Novell-Deal ist damit im Grunde durch die GPLv3 abgesegnet, schließlich wurde er schon am 2. November 2006 geschlossen. Dieses Datum wurde eingefügt, da laut FSF einige Firmen aus dem Open-Source-Umfeld befürchteten, dass ihre Verträge durch die Formulierung der GPLv3 verboten würden, obwohl sie keine Auswirkungen auf die Community hätten, erklärt die FSF.

Zudem könne der hierin beinhaltete Schutz vor Patentklagen gegen Microsoft zu Gunsten der gesamten Open-Source-Community ausgelegt werden, so die FSF. Der Patentschutz für von Novell verteile GPLv3-Software soll also für jeden Nutzer gelten, nicht nur für Novells Kunden. Die Kompatibilität der GPLv3 mit anderen GNU-Lizenzen hat die FSF in einer Matrix dargestellt.

GNU-Gründer Richard Stallman hat derweil ein Essay verfasst, in dem er erläutert, warum Entwickler seiner Meinung nach zur GPLv3 wechseln sollten. Allerdings schreibt er auch, dass es kein Problem sei, wenn GPLv2 und v3 nebeneinander existieren. Die GPLv3 hätte vor allem das Ziel gehabt, freie Software davor zu bewahren, durch Patente proprietär zu werden, so Stallman. Gerade deshalb habe man explizite Regelungen bezüglich Softwarepatenten aufgenommen, wenngleich diese nicht so weit gingen, wie einige es wohl gerne gehabt hätten.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 9,99€

Hartz4Georg 01. Jun 2007

und keine forenbeitrage. wird jetzt alles bei golem zensiert oder warum ist hier sowenig los?

Mana 01. Jun 2007

Glaube mir, Projekte von einer Größe die sich diese Frage stellen müssen weil sie eben...


Folgen Sie uns
       


Kaihua Kailh Speed-Switches - Test

Die goldenen KS-Switches von Kaihua haben einen kürzeren Hinweg als Cherry MX Blue und sind in der alltäglichen Nutzung angenehmer. Das liegt auch an der besseren Verarbeitung.

Kaihua Kailh Speed-Switches - Test Video aufrufen
Google I/O 2018: Eine Entwicklerkonferenz für Entwickler
Google I/O 2018
Eine Entwicklerkonferenz für Entwickler

Google I/O 2018 Die Google I/O präsentiert sich erneut als Messe für Entwickler und weniger für konventionelle Nutzer. Die Änderungen bei Maps, Google Lens oder News sind zwar nett, spannend wird es aber mit Linux-Apps auf Chromebooks.
Eine Analyse von Tobias Költzsch, Ingo Pakalski und Sebastian Grüner

  1. Google Android P trennt stärker zwischen Privat und Arbeit
  2. Smartwatch Zweite Vorschau von Wear OS bringt neuen Akkusparmodus
  3. Augmented Reality Google unterstützt mit ARCore künftig auch iOS

Kryptographie: Der Debian-Bug im OpenSSL-Zufallszahlengenerator
Kryptographie
Der Debian-Bug im OpenSSL-Zufallszahlengenerator

Einer der schwerwiegendsten Fehler in der Geschichte der Kryptographie beschäftigte vor zehn Jahren Nutzer der Debian-Distribution. Wenn man danach sucht, findet man noch heute vereinzelt verwundbare Schlüssel.
Von Hanno Böck


    Wonder Workshop Cue im Test: Der Spielzeugroboter kommt ins Flegelalter
    Wonder Workshop Cue im Test
    Der Spielzeugroboter kommt ins Flegelalter

    Bislang herrschte vor allem ein Niedlichkeitswettbewerb zwischen populären Spiel- und Lernrobotern für Kinder, jetzt durchbricht ein Roboter für jüngere Teenager das Schema nicht nur optisch: Cue fällt auch durch ein eher loseres Mundwerk auf.
    Ein Test von Alexander Merz


        •  /