Abo
  • Services:

Kündigung wg. Privatsurfen am Arbeitsplatz auch ohne Verbot

Urteil: Arbeitnehmer verletzt seine Pflichten durch Surfen erheblich

Das Bundesarbeitsgericht musste sich mit der Rechtmäßigkeit einer Kündigung beschäftigen, die aus der privaten Nutzung des Internets während der Arbeitszeit herrührte, obwohl die Nutzung in dem Unternehmen nicht ausdrücklich untersagt war. Das Bundesarbeitsgericht erklärte mit Urteil vom 31. Mai 2007 (2 AZR 200/06) die Kündigung für wirksam.

Artikel veröffentlicht am ,

Der Arbeitnehmer habe mit dem Surfen seine arbeitsvertraglichen Pflichten erheblich verletzt, die dem Arbeitgeber erlaubte, eine Kündigung ohne vorherige Abmahnung auszusprechen. Ob sie das für eine Kündigung erforderliche Gewicht hat, hängt u.a. von ihrem Umfang, der etwa damit einhergehenden Versäumung bezahlter Arbeitszeit oder einer durch die Art der Nutzung herbeigeführten Gefahr der Rufschädigung des Arbeitgebers ab, so das Gericht.

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Bühl
  2. EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Stuttgart, Ellwangen

Der Kläger war seit 1999 als Bauleiter beschäftigt. Er arbeitete dabei an einem PC, den ihm der Arbeitgeber zur Verfügung stellte. Er nutzte den Rechner nicht allein und für die Nutzung hatte der Arbeitgeber keine Vorgaben gemacht. Bei einer Kontrolle des PCs stellte die Beklagte fest, dass von dem PC häufig Internetseiten mit vorwiegend erotischem oder pornografischem Inhalt aufgerufen und dass Bilddateien mit solchem Inhalt abgespeichert worden waren. Mit Schreiben vom 6. Dezember 2004 kündigte der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis fristgerecht, ohne den Kläger vorher abgemahnt zu haben.

Der Kläger klagte dagegen und bestritt die Vorwürfe. Das Unternehmen hob hervor, dass der Ex-Arbeitnehmer die während der privaten Internetnutzung nicht erledigte Arbeit in Überstunden nachholte und sich dies auch noch vergüten ließ.

Das zuerst angerufene Arbeitsgericht hatte der Klage des Arbeitnehmers stattgegeben. In der Berufung vor dem Landesarbeitsgericht wurde die Klage hingegen abgewiesen. Die Revision des Arbeitnehmers war erfolgreich und führte zur Zurückverweisung des Rechtsstreits an das Landesarbeitsgericht zur weiteren Sachaufklärung. Ob der Ex-Arbeitnehmer das Internet während der Arbeitszeit zu privaten Zwecken in kündigungsrelevanter Weise genutzt oder auch andere mit der Nutzung im Zusammenhang stehende Pflichtverletzungen begangen hat, konnte mangels entsprechender tatrichterlicher Feststellungen des Landesarbeitsgerichts noch nicht abschließend beurteilt werden.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 4,25€
  2. (Prime Video)
  3. ab je 2,49€ kaufen
  4. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)

@ 04. Jun 2007

Es ist doch wohl relativ offensichtlich, dass das Urteil sich auf die pornographischen...

Der Rechner 01. Jun 2007

Ist doch völlig egal, wer den Rechner für Schweinskram genutzt hat. In dieser Zeit konnte...

Bouncy 01. Jun 2007

du erwartest dass dir keiner hinterherschnüffelt und blind vertraut während du selbst...

trolljaeger 01. Jun 2007

....ich kann auch nichts arbeiten ohne internet. zeitungen sind immer noch ein bewaertes...

Alexxx 01. Jun 2007

Ah, stimmt, da war ja noch was hehe


Folgen Sie uns
       


Shift 6m - Hands on (Cebit 2018)

Der Hersteller beschreibt das neue Shift 6M als nachhaltig und Highend - wir haben es uns auf der Cebit 2018 angesehen.

Shift 6m - Hands on (Cebit 2018) Video aufrufen
Razer Huntsman im Test: Rattern mit Infrarot
Razer Huntsman im Test
Rattern mit Infrarot

Razers neue Gaming-Tastatur heißt Huntsman, eine klare Andeutung, für welchen Einsatzzweck sie sich eignen soll. Die neuen optomechanischen Switches reagieren schnell und leichtgängig - der Geräuschpegel dürfte für viele Nutzer aber gewöhnungsbedürftig sein.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huntsman Razer präsentiert Tastatur mit opto-mechanischen Switches
  2. Razer Abyssus Essential Symmetrische Gaming-Maus für Einsteiger
  3. Razer Nommo Chroma im Test Blinkt viel, klingt weniger

Always Connected PCs im Test: Das kann Windows 10 on Snapdragon
Always Connected PCs im Test
Das kann Windows 10 on Snapdragon

Noch keine Konkurrenz für x86-Notebooks: Die Convertibles mit Snapdragon-Chip und Windows 10 on ARM sind flott, haben LTE integriert und eine extrem lange Akkulaufzeit. Der App- und der Treiber-Support ist im Alltag teils ein Manko, aber nur eins der bisherigen Geräte überzeugt uns.
Ein Test von Marc Sauter und Oliver Nickel

  1. Qualcomm "Wir entwickeln dediziertes Silizium für Laptops"
  2. Windows 10 on ARM Microsoft plant 64-Bit-Support ab Mai 2018
  3. Always Connected PCs Vielversprechender Windows-RT-Nachfolger mit Fragezeichen

Indiegames-Rundschau: Schiffbruch, Anime und viel Brummbrumm
Indiegames-Rundschau
Schiffbruch, Anime und viel Brummbrumm

Gas geben, den weißen Hai besiegen und endlich die eine verlorene Socke wiederfinden: Die sommerlichen Indiegames bieten für jeden etwas - besonders fürs Spielen zu zweit.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Spezial Unabhängige Riesen und Ritter für Nintendo Switch
  2. Indiegames-Rundschau Schwerelose Action statt höllischer Qualen
  3. Indiegames-Rundschau Kampfkrieger und Abenteuer in 1001 Nacht

    •  /