Die Motorola-Aktie dümpelt: Motorola spart weiter
Bis Ende Juni 2007 soll die erste Kündigungswelle nach Plan abgewickelt sein. Doch um den Aktienwert zu stabilisieren, will Motorola im kommenden Jahr erneut 600 Millionen US-Dollar an Ausgaben reduzieren. Dazu plant der Handybauer, neben den Stellenstreichungen ein effizienteres Controlling einzuführen, die Verwaltungskosten zu reduzieren und seine Investitionskosten besser zu bündeln. Mit anderen Worten: Für viele Investitionen wird wahrscheinlich der Geldhahn zugedreht.
Motorolas Problem: Die Verkäufe sind nicht profitabel. Im vierten Quartal 2005, als das Handymodell RAZR noch ein Verkaufshit war, machte Motorola 1,2 Milliarden US-Dollar Gewinn. Im vierten Quartal 2006 lag die Summe schon nur noch bei 624 Millionen US-Dollar und im ersten Quartal 2007 rutschte Motorola mit 366 Millionen US-Dollar in die Verlustzone ab.
Doch die Probleme sind hausgemacht: Die Fangemeinde wartet auf neue innovative Produkte, doch die sind weit und breit nicht in Sicht. Ob der geplante massive Arbeitsplatzabbau bei Motorola helfen kann, neue Produkte zu entwickeln, scheint eher unwahrscheinlich. Bleibt für die verbleibenden Mitarbeiter zu hoffen, dass Motorola mit dem Schritt langfristig wieder in die Gewinnzone rutscht.
Kurzfristig bringen die Sparmaßnahmen neben 600 Millionen weniger Ausgaben auch erst einmal eine Belastung für die Aktie: Für die Restrukturierungsmaßnahmen setzt Motorola Kosten in Höhe von 300 Millionen US-Dollar an. Das sind immerhin beachtliche 50 Prozent des Geldes, das man sich einzusparen erhofft. Das Ergebnis der Aktie wird dadurch mit 0,08 Cent pro Aktie belastet.
- Anzeige Hier geht es zum Motorola Razr 60 Ultra bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.


