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Interview: Fedora bleibt freie Software

Golem.de im Gespräch mit Fedora-Projektleiter Max Spevack

Max Spevack ist Fedora-Projektleiter und wird dafür von Red Hat bezahlt. Bei ihm laufen also die Fäden in Bezug auf die Linux-Distribution zusammen. Seine Aufgabe ist, das Projekt zu leiten, egal ob im Hinblick auf die beteiligten Red-Hat-Mitarbeiter oder die Community-Entwickler und auch die Beziehung zwischen Fedora und Red Hat Enterprise Linux pflegt er. Auf dem Red Hat Summit 2007 in San Diego sprach Golem.de Anfang Mai mit Spevack unter anderem über die Umstrukturierung des Projekts im Zuge der Entwicklung von Fedora 7, das am 31. Mai 2007 erscheinen soll. Aber auch Patente und proprietäre Komponenten kamen zur Sprache.

Max Spevack
Max Spevack
Golem.de: Welche Gründe gab es für die Vereinigung der Core- und Extras-Repositorys?

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Max Spevack: In den letzten Jahren war eines der wichtigsten Ziele bei Fedora, einen Weg zu finden, damit sich jeder beteiligen kann und einfach etwas beitragen kann. Ganz egal ob es sich um Red-Hat-Angestellte, Open-Source-Entwickler anderer Firmen oder einfach Studenten und andere Freiwillige handelt. Wer auch immer Du bist - wir möchten jedem ermöglichen, an Fedora mitzuarbeiten.

Vor ein paar Jahren gab es daher das Fedora-Extras-Projekt und da dieses immer erfolgreicher wurde, haben wir auch gemerkt, dass dort sehr viel Energie und Enthusiasmus zu finden ist. Auch die Pakete waren teilweise von besserer Qualität als die in Fedora Core, also ist es doch absolut sinnvoll, beide Archive zu vereinen. Wir haben dafür ein externes Build-System geschaffen und die notwendigen Werkzeuge sind alle Open Source, so dass sie jeder verwenden kann. Wer will kann also den gesamten Prozess, den Fedora durchläuft, selbst für seine Distribution nutzen. Alles, was Fedora betrifft, soll nun nicht mehr bei Red Hat intern stattfinden.

Golem.de: Was hat der Endnutzer davon?

Spevack: Der Anwender kann beispielsweise eine angepasste Fedora-Variante erstellen, in der vielleicht unser Standard-Mailer durch einen anderen E-Mail-Client ersetzt ist. Oder aber eine Version mit PostgreSQL anstatt MySQL. Dazu wird es ein grafisches Programm geben, mit dem nur die gewünschten Pakete ausgewählt werden müssen und dann wird mit den Fedora-Build-Tools die eigene Distribution erstellt. Jeder kann also seine eigene Fedora-Variante bauen.

Außerdem können nun die Leute ein Paket betreuen, die dafür qualifiziert sind. Es gibt so viele Fedora-Entwickler, die sich für KDE interessieren und daran arbeiten. Wer an KDE arbeitet, aber nicht für Red Hat, kann nun etwa seine Patches leichter in die Distribution bekommen. Dies sollte die Qualität der Distribution insgesamt verbessern.

Golem.de: Und wie einfach wird es tatsächlich sein, seine eigene Fedora-Version zu kreieren?

Spevack: Es ist wirklich einfach, sogar ich habe es geschafft (lacht) - und ich habe die Kommandozeilen-Werkzeuge genutzt. Es wird jedoch ein grafischer Assistent von Community-Mitgliedern entwickelt, der sehr unserem Anaconda-Installer ähnelt. Man wählt also einfach aus, was man haben möchte und kann auch Pakete aus weiteren Repositorys aufnehmen. Es gibt ja Repositorys, die Pakete enthalten, die wir beispielsweise auf Grund von Patentproblemen nicht mitliefern. Diese lassen sich so auch integrieren. Zudem gibt es einfache Checkboxen, um etwa eine Live-CD oder ein Installationsmedium als Ergebnis zu bekommen.

Interview: Fedora bleibt freie Software 

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anyGnom 31. Mai 2007

Fedora ist der Nachfolger des frueheren Red Hat Linux. Red Hat unterstuetzt Fedora...

Eddi the Eagle 30. Mai 2007

Danke. Aber mir hat immer noch keiner gesagt, weshalb Fedora 7 so gut sein soll. Ich...

IT... 30. Mai 2007

Warum sollte jemand sich den Datenmüll auf noch auf die Platte schaufeln? Da geht doch...



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