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Wartezeiten in Hotlines sollen kein Geld mehr kosten

Verbraucherschutzministerium droht mit Gesetzen zu Telefon-Hotlines. Nach anhaltenden Protesten aus der Bevölkerung will das Bundesverbraucherschutzministerium gegen kundenunfreundliche Service-Hotlines nun eventuell auch mit Gesetzesvorhaben angehen, berichtet der Radiosender WDR 1LIVE.
/ Andreas Donath
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Künftig sollen Anrufern keine Kosten mehr entstehen können, wenn diese nur in einer Warteschleife feststeckten, sagte Dr. Rainer Metz, Leiter der zuständigen Abteilung Verbraucherschutz im Ministerium, im 1LIVE-Interview. Man wolle erreichen, dass Gebühren künftig nur noch dann fällig werden, wenn ein Kunde mit einem kompetenten Hotline-Mitarbeiter verbunden worden sei, so Metz. Das Ministerium erreichten so viele Beschwerden über Telefon-Hotlines, dass es sich verpflichtet sehe, Maßnahmen zu ergreifen.

Noch will man über freiwillige Übereinkünfte das Problem aus der Welt schaffen, wobei sich die Wirtschaft bereit erklären soll, die Wartezeiten an Hotlines zu verkürzen. Umständliche Sprachsteuerungssysteme sollen außerdem verbessert werden. "Solche Verhandlungen laufen jetzt seit einiger Zeit. Wir hoffen, dass wir sie bis zum Herbst abgeschlossen haben und dann sehen können, ob wir weitere Maßnahmen ergreifen müssen" , sagte Metz in dem Radiointerview.

Sollte dies nicht helfen, werden gesetzliche Regelungen folgen: "Endlos ist die Geduld des Ministers nicht. Wenn die Wirtschaft sich gar nicht bewegen würde und diese Missstände und Beschwerden dauerhaft zunehmen, dann werden wir irgendwann an einem Punkt ankommen, an dem wir sagen: So geht es nicht weiter."

Ende 2007 werde geprüft, ob die erzielten Übereinkünfte ausreichend seien, so Metz gegenüber dem Radiosender.


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