RPM 5 - Neue Version des Paketmanagers in Vorbereitung
RPM wird nicht nur von vielen Linux-Distributionen wie Red Hat und Suse als Standard-Paketformat eingesetzt, sondern ist beispielsweise auch fester Bestandteil der Linux Standard Base(öffnet im neuen Fenster) (LSB). So müssen auch Distributionen, die eigentlich ein anderes Paketformat nutzen – wie Debian mit DEB – RPM unterstützen, um eine LSB-Zertifizierung zu erhalten und so sicherzustellen, dass nach den LSB-Richtlinien entwickelte Anwendungen laufen. Aus der Linux-Welt ist RPM also nicht mehr wegzudenken.
Entwickelt wurde RPM zunächst bei Red Hat von Erik Troan und Marc Ewing unter dem Namen "Red Hat Package Manager", bevor es dann in "RPM Package Manager" umbenannt wurde. Die Entwicklung lief dort unter der Leitung von Jeff Johnson, der allerdings zwischenzeitlich bei Red Hat ausschied, RPM aber dennoch weiterentwickelte.
Nun hat er mit Hilfe des OpenPKG-Projektes unter rpm5.org(öffnet im neuen Fenster) eine neue Projektinfrastruktur online gestellt, in deren Rahmen die Version 5 von RPM entwickelt werden soll. Ein Ziel dieser Version ist, dass das XAR-Format unterstützt wird und RPM so auch unter MacOS X genutzt werden kann. Nach Angaben der Entwickler steht die von Johnson entwickelte Version derzeit bei RPM 4.5 und erhält auch Unterstützung durch die Suse-Programmierer. Auch OpenPKG soll RPM 5.0 künftig als Basis verwenden.
Damit stellt sich allerdings auch erneut die Frage, welche RPM-Version sich langfristig durchsetzen wird. Red Hat hat bereits seit längerem unter rpm.org(öffnet im neuen Fenster) eine Seite, über die der RPM-Fork, den Red Hat nach Johnsons Weggang behielt, weiterentwickelt werden soll. Red Hat setzt noch immer auf die Version 4.4.2 und auch OpenSuse setzt diese noch ein.
Als sich Johnson in der Vergangenheit häufiger – nicht immer freundlich – in bei Red Hat eingereichte Fehlerberichte zu RPM einklinkte, stellte Red-Hat-Entwickler Greg DeKoenigsberg jedenfalls bereits klar(öffnet im neuen Fenster), dass Johnson RPM ruhig behalten und seine Version entwickeln könne. Red Hat jedenfalls würde diese nicht verwenden und müsse sich daher überlegen, wie es mit dem RPM-Fork weitergehe. Auch Michael Tiemann bekräftigte(öffnet im neuen Fenster) DeKoenigsbergs Aussagen daraufhin.
Und noch einen Unterschied gibt es zwischen den beiden Versionen: Während Johnsons RPM-Variante den Bestimmungen der GNU Lesser General Public License (LGPL) unterliegt, veröffentlicht Red Hat seine Software unter der GNU General Public License (GPL).
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