Konkurrenz leidet unter Telekom-Streik
Durch die punktuellen Arbeitsniederlegungen komme es dabei zu großen regionalen Unterschieden bei den alternativen Anbietern, so der VATM nach einer Befragung von über 50 Mitgliedsunternehmen. Bestätigungen von Bereitstellungsterminen und Störungsmeldungen seitens der Telekom erfolgen in vielen Fällen überhaupt nicht mehr.
"Besonders ärgerlich ist, dass die Telekom die Wettbewerber erst weit im Nachhinein darüber informiert, welche Konzernbereiche bestreikt werden" , kritisiert VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner. Dadurch würden den Konkurrenten und deren Kunden zusätzliche Kosten in erheblicher Höhe entstehen.
Bei der Leitungsentstörung bemängeln die Wettbewerber eine Vervielfachung nicht zurückgemeldeter oder nicht bearbeiteter Fälle, in Einzelfällen liege diese Zahl acht Mal so hoch wie vor dem Streik. Die Zahl nicht bearbeiteter Störungen, die aufgrund einer massiven Überschreitung der Bearbeitungsfrist bei der Telekom in eine Verfahrenseskalation laufen, habe sich in den vergangenen Wochen bei einigen Wettbewerbern im Extremfall verdreifacht. Eigentlich muss der Ex-Monopolist Störungen in der Regel innerhalb von 24 Stunden bearbeiten.
Bei der Umschaltung von Kunden auf die Netze der Wettbewerber, die sonst innerhalb von sieben Tagen erledigt sein muss, sehe es noch schlimmer aus, so der Verband. Nicht termingerecht erfolgte Bereitstellungen seien dabei noch das kleinste Problem. In vielen Fällen würden seitens der Telekom überhaupt keine Bereitstellungstermine mehr genannt oder bereits zugesicherte Termine mehrfach nach hinten geschoben, heißt es von Seiten des VATM, in dem einige Konkurrenten der Telekom organisiert sind.
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