Novell veröffentlicht Details zur Microsoft-Kooperation

Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht

Novell hat weitere Details zur umstrittenen Zusammenarbeit mit Microsoft veröffentlicht. Darunter auch Informationen zum Patentabkommen - jedoch sind die Dokumente teilweise unkenntlich gemacht.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Im Rahmen einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht hat Novell drei Dokumente zum Abkommen mit Microsoft veröffentlicht. Darin geht es um die Patentvereinbarung, die technische Kooperation und weitere geschäftliche Abmachungen. Allerdings sind einige der Informationen durch Sternchen ersetzt und bleiben so unter Verschluss.

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Besonderes Augenmerk gilt natürlich den Informationen zum Patentabkommen, schließlich ist dies der umstrittenste Teil der Zusammenarbeit. Tatsächlich finden sich darin bisher nicht bekannte Informationen. So schließt Microsoft beispielsweise OpenOffice.org, StarOffice, Wine sowie Open-Xchange explizit von der Patentlizenzierung aus. Diese Programme werden namentlich genannt, doch auch ganz allgemein schließt Microsoft etwa Office-Programme aus. Darüber hinaus lautet die Vereinbarung zwischen den beiden Parteien, dass die gegenseitigen Patente verwendet werden dürfen - auch zukünftige.

Entwicklern, die kein Geld mit ihren Programmen einnehmen wollen - im Dokument als "Hobby-Entwickler" bezeichnet -, verspricht Microsoft, sie nicht zu verklagen. Dies gilt auch für OpenSuse. Allerdings nur dann, wenn die betroffenen Pakete auch Teil von Suse Linux Enterprise sind.

Bei der technischen Zusammenarbeit geht es dann wie bereits bekannt hauptsächlich um Virtualisierung und Management-Tools, aber auch um die Maßnahmen zur Interoperabilität zwischen Windows und Linux, wie den Open-XML-ODF-Konverter. Darüber hinaus soll laut Dokument beispielsweise die Kompatibilität zwischen dem Suse Linux Enterprise Server und der für Microsofts Longhorn-Server respektive Windows Server 2008 geplanten Virtualisierungstechnik Viridian sichergestellt werden.

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Die geschäftlichen Vereinbarungen umfassen beispielsweise gemeinsames Marketing, um Kunden etwa eine Kombination aus Windows- und Linux-Lösungen zu verkaufen. Dazu zählt auch, dass Microsoft 60 Millionen US-Dollar ausgibt, um einen gemeinsamen Marketing-Plan zu entwickeln.

Was die Pflichtmitteilung weiteres bisher Unbekanntes verrät, wird erst eine genaue Analyse zeigen. Auf Grund der vielen unkenntlich gemachten Passagen ist jedoch nicht zu erwarten, dass wirklich überraschende Informationen darin zu finden sein werden.

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RYX 29. Mai 2007

Das ist ein sehr wichtiger Punkt. Es ist absolut in Ordnung von Verrat zu sprechen wenn...

Hobbychirurg 29. Mai 2007

Entwickler, die kein Geld mit Ihren Programmen einnehmen? Na da haben doch alle Tuxer...

Billyb 29. Mai 2007

Billie ist mittlerweile uninteressant. Er meint Stevie Balmer.

wollensiewirklich 29. Mai 2007

...wenn man sich an die amis verscherbelt. denn da zählt bekanntlich nur...



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