Streik: Telekom will weiter verhandeln
"Wir sollten die Chance nutzen, im Sinne unserer gemeinsamen Verantwortung für die Mitarbeiter und die Zukunftsfähigkeit der Telekom nach einem tragfähigen Kompromiss zu suchen" , so Karl-Gerhard Eick, Vorstand Finanzen und Verhandlungsführer. Man appelliere an Verdi, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Man strebe eine Einigung an, um die drei geplanten Service-Gesellschaften mit zukunftsfähigen Tarifverträgen auszustatten. Die Bereiche Technischer Kundendienst, Technische Infrastruktur und Call Center sollen in eigenständige Gesellschaften ausgegründet werden. An diesem Plan hält die Telekom auch weiter fest und will den Schritt bis zum 1. Juli 2007 abschließen.
Die Auslagerung betrifft 50.000 Arbeitsplätze, für die dann die Tarifverträge von T-Mobile KS und Vivento Technical Services gelten. Diese unterscheiden sich von dem Tarifvertrag der Deutschen Telekom und sollen zum Teil Verschlechterungen für die Mitarbeiter mitbringen. Man sei jedoch auf Basis des letzten Angebots weiterhin verhandlungsbereit, lässt das Unternehmen verlauten und zeigt sich überzeugt, dass beispielsweise ein längerer Kündigungsschutz erzielt werden könne.
"Wir haben in den Verhandlungen einen Kündigungsverzicht bis Ende 2011 angeboten" , sagte Thomas Sattelberger, Vorstand Personal und Arbeitsdirektor der Deutschen Telekom. "Das ist nicht selbstverständlich und in Deutschland fast einmalig und bietet unseren Mitarbeitern und ihren Familien eine enorme Planungssicherheit. Wir ringen um den Erhalt von 50.000 Arbeitsplätzen im Konzern." Möglich sei dies jedoch nur mit einer konkurrenzfähigen Struktur des Unternehmens.
Der Telekom-Streik wird unterdessen unverändert fortgesetzt. Die Gewerkschaft fordert ein verhandlungsfähiges Angebot von der Telekom und hat für den kommenden Mittwoch, den 30. Mai 2007, einen "Tag der Solidarität" ausgerufen, an dem alle Verdi-Mitglieder teilnehmen sollen. Noch nie habe ein Dax-Unternehmen "derartig unverschämte Versuche gestartet, die Einkommens- und Beschäftigungsverhältnisse seiner Mitarbeiter zu verschlechtern, während gleichzeitig über 3 Milliarden Euro an die Aktionäre ausgeschüttet wurden" , heißt es von Verdi.
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