Neue Technik für LED-Beleuchtung von Fernsehern
Das von MIT-Studenten gegründete Unternehmen Luminus hat die Phlatlights selbst entwickelt und patentieren lassen. Sie bestehen aus sehr hellen LEDs, die über eine halbleitertechnisch hergestellte Mikrostruktur verfügen. So erklärt sich auch der Name aus "Photonic Lattices" oder "photonische Kristallgitter". Die Phlatlights sollen deutlich mehr Licht zielgerichtet abgeben können als bisherige Lösungen. Genaue Angaben zur Helligkeit machte Luminus nicht.
Damit sich die Phlatlights für die Hintergrundbeleuchtung von LCDs eignen, muss aber noch die Farbtemperatur geregelt werden. Dazu hat Luminus seine Dioden mit elektronisch steuerbaren Mikro-Linsen kombiniert, die von "Global Lighting Technologies" (GLT(öffnet im neuen Fenster)) stammen. 2.800 dieser Linsen befinden sich auf einem Quadratzentimeter und können das einfallende Licht aus den Phlatlight-LEDs nicht nur in der Farbe modulieren, sondern auch zusätzlich zu den Gittern der LEDs in die richtige Richtung lenken. Damit ergibt sich nach Angaben der Unternehmen eine gleichmäßige Ausleuchtung auch bei großen Displays.
Bisher ist der vorgeführte 52-Zöller aber noch ein Prototyp, ob und wann die Hersteller von Fernsehern die Phlatlights einsetzen werden, ist noch ungewiss.
LCDs mit LED-Beleuchtung gelten als Trend. So gewann den ersten Preis der DisplayWeek 2007 ein 40-Zoll-Fernseher von Samsung, der aber noch mit herkömmlichen Dioden bestrahlt wird. Dafür bietet das Gerät eine Bildfrequenz von 120 Hertz, bei der die Einzelbilder nicht nur wiederholt, sondern zwischen ihnen interpoliert wird.
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