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Ubidays: Assassin's Creed - Neuer Trailer

Kommendes Stealth-Action-Spiel erst auf der E3 in spielbarer Version zu sehen. Einer von Ubisofts wichtigsten Titeln für 2007 ist Assassin's Creed – ein Spiel, in dem als Meuchelmörder die Geschichte während des dritten Kreuzzugs beeinflusst werden kann. Anlässlich der "Ubidays 2007" in Paris erzählte die Produzentin Jade Raymond zwar etwas mehr vom Spiel, doch gezeigt wurde nur ein neuer Trailer.
/ Christian Klaß
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Assassin's Creed wird in Montreal, Kanada, entwickelt, wie auch Splinter Cell: Conviction. In beiden Titeln spielen die dynamische Umgebung mit Physiksimulation und intelligent agierenden Menschenmengen eine große Rolle. Während Sam Fisher jedoch in modernen Zeiten und modernen Waffen Gegner ausschalten muss, meuchelt Altair im Jahr 1191 nach Christus im Heiligen Land.

Assassin's Creed – Trailer von den Ubidays 2007
Assassin's Creed – Trailer von den Ubidays 2007 (01:46)

Beide Spiele verwenden eigene Engines, auch für die virtuellen Menschenmengen wird ein jeweils eigens entwickeltes System genutzt. Die simulierten Personen haben dabei eigene Ziele und Verhaltensweisen – mal können sie helfen, mal als Deckung dienen oder auch zur Hürde werden. Zwar sind die gefährlichsten Gegner die Soldaten, die ständig misstrauisch die Städte patrouillieren, doch die Stadtbewohner können das Zünglein an der Waage sein. Die Wachen werden aber unter Umständen auch von der Bevölkerung auf Altair aufmerksam gemacht – und sind dann schneller gewarnt, dass ein Assassine in der Stadt sein könnte.

Wenn Altair die Wände hochklettert, von Haus zu Haus springt und dies jemand sieht, wird dies im Laufe der Zeit auch den Wachen zu Ohren kommen. Außerdem wird es schwer, nicht aufzufallen, wenn ständig Stadtbewohner umgerannt werden – diese rempeln irgendwann zurück oder versperren Altair bewusst den Weg. Ebenfalls aufgepasst werden muss bei Bettlern und Betrunkenen; während erstere durch Spenden zu Sympathisanten werden können, tendieren Letztere zum rüpelhaften Benehmen und können Altair auch mal umstoßen. Das fällt dann wiederum anderen auf, so dass Altair dann ebenfalls ungewollt im Rampenlicht stehen kann.

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Jade Raymond beschrieb das im Rahmen der Ubidays als "Social Stealth" – es ginge nicht nur darum, unter Berücksichtigung der virtuellen Bewohner erfolgreich Aufträge auszuführen, auch die anschließende Flucht muss gelingen. Je geschickter sich der Spieler dabei vorher angestellt hat – auch das Beobachten der Umgebung und der Ziele zählt dazu -, desto eher gelingt das Entkommen. Altair ist zwar verwundbar und muss die Soldaten fürchten, aber gleichzeitig ist er ein gelenkiger Akrobat, der leichtfüßig die Gegend zu seinem Vorteil ausnutzen kann. Auch ein Pferd steht Altair zur Verfügung.

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Das Wändehochklettern, Balancieren auf Balken und Springen über Häuserschluchten sieht im Trailer schon sehr elegant aus – inspiriert wurden die Entwickler dabei laut Raymond auch von heutigen Parcours-Läufern, die Bauwerke erklimmen und überspringen. Altairs akrobatische Fertigkeiten sind allerdings etwas übertrieben, gibt Raymond zu. Seine Hände seien schon sehr stark, stärker als üblich. Dennoch ist Altair kein Superheld: Er kann zwar klettern, schießen und sich in Schwertkämpfen behaupten, doch gegen eine Horde Soldaten kann er sich nur bedingt behaupten.

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Altair ist ein Meister-Assassine, dessen letzter Auftrag schief lief und der deshalb degradiert wurde und seinen Oberen wieder beweisen muss, dass er ein würdiges Mitglied der Assassinen ist. In einem ersten Auftrag muss er einen Sklavenhändler in Jerusalem beobachten, die Lage auskundschaften, Gespräche belauschen und erhält dann den Auftrag, ihn zu beseitigen. Auch hier geht es also um Schleichen, Meucheln, Kämpfen und vor allem darum, nach dem Mord zu flüchten.

Insgesamt gilt es, neun verschiedene Personen aufzuspüren und zu töten, wobei es Altair nicht nur nach Jerusalem, sondern auch in weitere Städte wie Damaskus oder das Umland verschlägt. Altair ist dabei als Assassine unabhängig von den verfeindeten Christen und Muslimen. Im Laufe des Spiels stellt sich laut Raymond heraus, dass die neun Personen etwas gemeinsam haben, das sie verbindet – Altairs Handlungen haben dabei Auswirkungen auf das Machtgefüge.

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Als Ubisoft Assassin’s Creed das erste Mal auf der E3 2006 zeigte, war am Ende des Videos noch ein kurzer Ausschnitt in einem hellem Weißton zu sehen, der auf ein modernes Krankenhaus hindeutete und darauf schließen ließ, dass mehr hinter der Geschichte steckt. Auf den Ubidays 2007 versprach Raymond nun, dass die erste Stunde im Spiel sehr unerwartet sein und sich um etwas drehen wird, was noch nicht verraten werden soll – um nicht die Überraschung zu verderben.

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An der Hintergrundgeschichte sind laut Raymond mittlerweile schon fünf Filmstudios interessiert. Ubisoft scheint in dieser Hinsicht aber noch abzuwarten – Bücher sind aber schon in Arbeit, eines widmet sich Altairs Leben vor Assassin’s Creed, zwei sind zeitlich nach dem Spielgeschehen einzuordnen.

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Eine spielbare Version von Assassin’s Creed soll Journalisten erst im Juli 2007 anlässlich des E3 Media & Business Summit-2007 gezeigt werden – zur Enttäuschung der zu den Ubidays geladenen rund 900 Journalisten. In den letzten Monaten hat sich das Entwicklerteam laut Raymond vor allem darum bemüht, die aktuelle Konsolen-Hardware möglichst auszureizen, um mehr virtuelle Personen auf einmal darstellen zu können. Immer wieder seien auch neue Ideen hinzugekommen – etwa der am Ende des Trailers zu sehende "Leap of Faith", ein recht weiter Sprung. Auch das Ragdoll-System wurde ausgetauscht – die Produzentin erzählte, dass es ihr Spaß gemacht habe, das System ausgiebig zu testen und stundenlang die virtuellen Wächter auf Gebäude zu locken, um sie dann herunterzuwerfen. "Wenn das nicht Einblick in meine Psyche gibt...", scherzte Jade Raymond im Rahmen eines Ubidays-Vortrags.

Für die Zeit nach der Entwicklung könnte sich die meist umlagerte Produzentin ein Gelage mit ihren fleißigen Kollegen vorstellen – danach gehe es dann in den Urlaub. Über die Sommermonate wird es wohl kaum Erholung für das Team geben. Der zweite wichtige Macher von Assassin's Creed, der künstlerische Leiter Patrice Desilets, war nicht auf den Ubidays 2007 zugegen.

Laut Ubisoft wird das an Erwachsene gerichtete Stealth-Action-Spiel Assassin's Creed im Herbst bzw. im vierten Quartal 2007 erscheinen. Konkret angekündigt wurde das Spiel für die PlayStation 3 und die Xbox 360. Eine Version für den Windows-PC bestätigte Ubisoft bereits, ob sie auch noch in diesem Jahr erscheint, ist allerdings unklar.


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