Novell will Details zum Patent-Deal veröffentlichen
Im Rahmen der Patentvereinbarung steht für Novell vor allem Software wie Mono, OpenOffice.org und Samba im Vordergrund. Gerade bei diesen gibt es immer wieder die Vermutung, dass sie Microsofts Patente verletzen würde. Microsoft verspricht durch das Abkommen aber, niemanden zu verklagen, der diese Programme mit Suse Linux Enterprise verwendet und verkauft in diesem Rahmen Linux-Coupons.
Im Rahmen einer Diskussionsrunde auf der Open Source Business Conference in San Francisco gab Novells Sprecher Bruce Lowry nun bekannt, man werde weitere Details zu dieser Patentvereinbarung veröffentlichen, berichtet CNet(öffnet im neuen Fenster) . Dies soll zusammen mit dem jährlichen Geschäftsbericht passieren. Wegen einer Untersuchung der Bilanzierung von Novells Aktienoptionen wurde dieser bisher verzögert.
Novell wurde zwar generell für die Zusammenarbeit mit Microsoft kritisiert, doch speziell das Patentabkommen stand dabei häufig im Vordergrund. Novell würde so anerkennen, dass Linux Microsofts Patente verletze, so der Vorwurf. Nach Microsofts Äußerungen der letzten Zeit, wonach das Unternehmen 235 Patente durch freie Software verletzt sieht , rückte diese Kritik wieder mehr in den Vordergrund. Die meistgenutzte Lizenz für freie Software, die GNU General Public License (GPL), enthält im Entwurf der kommenden Version 3 eine Klausel, die ähnliche Abkommen wie das zwischen Microsoft und Novell in Zukunft unterbindet.