Verband: Open Source bedeutend für Berlin

Senat gefährde Arbeitsplätze durch Kauf neuer Computer

Der IT-Verband SIBB kritisiert den Berliner Senat und wirft ihm vor, sich durch den geplanten Einkauf neuer Computer in eine Abhängigkeit zu begeben und nicht absehbare Lizenzkosten zu riskieren. Die EDV-Investitionen müssten den regionalen Firmen zugute kommen, wobei auch Linux und Open Source eine wichtige Rolle spielen sollen.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Der Branchenverband SIBB wirft dem Senat vor, die Computer-Steinzeit zu zementieren und durch seine Entscheidungen Berliner Arbeitsplätze zu gefährden. Mit einem laut SIBB geplanten Kauf neuer Computer bei einigen internationalen Herstellern ohne richtiges Konzept für die Desktop-Software begebe sich der Berliner Senat in eine jahrelange Herstellerabhängigkeit, gefährde Berliner Arbeitsplätze in der IT-Branche und riskiere zudem unkalkulierbare Lizenzkosten.

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Insbesondere herstellerabhängige Desktop-Programme zu nutzen verspiele die Möglichkeit, Lizenzkosten einzusparen, was wiederum dazu führe, dass Geld für die Modernisierung der Computer in der Verwaltung fehle. Dabei sieht der SIBB die Investitionsbereitschaft des Senats positiv, fordert allerdings, dass die rund 100 Millionen Euro pro Jahr in der Region ausgegeben werden und mit einer Investition in Linux- und Open-Source-Lösungen die Lizenzkostenfalle umgangen wird.

"Berlin darf seine EDV nicht auf Steinzeit-Niveau zementieren. Die Festlegung auf wenige große Hersteller führt zwangsläufig zum Ausverkauf der Berliner EDV-Kompetenz. Senat und Bezirke müssen die knappen Haushaltsmittel intelligent ausgeben. Der Berliner Senat kann mit seiner bestehenden Richtlinienkompetenz wirtschaftlich zweckmäßige Maßnahmen einleiten und umsetzen", so der stellvertretende Verbandsvorsitzende Bernd Völcker.

Hintergrund ist die vom Abgeordnetenhaus geforderte Umstellung auf Open Source in der Hauptstadt, an der der Senat Zweifel hegt. Wie Thomas Birk, Grünen-Experte für Verwaltungsreform, gegenüber der Berliner Morgenpost sagte, ist die derzeitige Software-Ausstattung mit dem veralteten und von Microsoft nicht mehr unterstützten Windows NT 4.0 ein Problem: "Wir zahlen teure Lizenzen für Software, die nicht mehr erhältlich ist." Doch nicht nur das: Derzeit neu angeschaffte Computer können zu viel und müssen daher aufwendig "downgegradet" werden, damit das Zusammenspiel mit den NT-Maschinen klappt.

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