Ehemaliger Bush-Berater als Kopf der US-Videospiele-Lobby

Entertainment Software Association will mehr Einfluss auf Politik nehmen

Der Dachverband der US-amerikanischen Computer- und Videospiel-Publisher, Entertainment Software Association (ESA), hat sich einen politikerfahrenen Mann zum neuen Präsidenten auserkoren: Michael D. Gallagher stand zuvor beim US-Handelsministerium als "Assistant Secretary of Commerce for Communications & Information" der Bush-Regierung beratend zur Seite. Nun soll er die Belange der ESA-Mitglieder vertreten, vor allem Urheberrechtsfragen, Jugendschutz und das Ansehen der Spielebranche werden dabei erwähnt.

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Robbie Bach, Vorsitzender des ESA-Aufsichtsrats und Chef von Microsofts Unterhaltungssparte, erhofft sich viel von Gallagher: "Mikes außergewöhnliche Erfahrung mit Technologie-, Politik- und Regierungskontakten qualifizieren ihn gut für die ESA, wo Themen wie geistiges Eigentum, Selbstregulierung und soziale wie ökonomische Beiträge der Industrie im Vordergrund der Agenda stehen", so Bach.

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Tätig ist Gallagher derzeit im Vorsitz der internationalen Kanzlei Perkins Coie, davor war er Stabschef und Berater des US-Senators und Wirtschaftsministers Donald L. Evans. Er ist weiterhin Mitglied sowohl des Berater-Komitees des Generalsekretärs der Vereinten Nationen für das Internet Governance Forum als auch des Berater-Komitees, welches dem US-Außenministerium für Informations- und Kommunikationspolitik zur Seite steht. Gallagher studierte Wirtschafts- und Politikwissenschaften und ist Doktor der Rechtswissenschaft.

Die Computer- und Videospielindustrie musste in den letzten Monaten und Jahren oft als Prügelknabe für gesellschaftliche Probleme herhalten. Einige Senatoren, Anwälte und Elternverbände warfen der ESA vor, zum Teil auf sehr unsachliche Weise, es mit dem Jugendschutz aus rein wirtschaftlichen Interessen nicht ernst zu nehmen. Die ESA wies das stets scharf zurück, auch was Kritik an den Alterseinstufungen des eigenen Entertainment Software Rating Board (ESRB) anging. Ähnlich der deutschen USK dient das ESRB als Selbstkontroll-Instanz der Videospielebranche.

Gallagher zeigt sich stolz, die dynamische Unterhaltungssoftware-Industrie zu vertreten. Sein erklärtes Ziel ist es, mit Behörden und Regierung zusammenzuarbeiten, um "ein Umfeld zu festigen, von dem die Industrie und ihre Konsumenten profitieren können." Und auch die demokratischen Grundwerte der US-Verfassung sollen hochgehalten werden - das "First Amendment", das Rede-, Meinungs- und Pressefreiheit regelt, und an dem schon viele Gesetzesinitiativen scheiterten, die Verbote durchdrücken wollten.

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Duderino 21. Mai 2007

wohl eher nicht..seine Amtszeit endet ja bald..

Kevinol 21. Mai 2007

Warum sollte er? Ich sehe in seinen Aussagen nichts was darauf schliessen lassen würde...

lilili 21. Mai 2007

kwt



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