Neues Flash-Dateisystem für Linux
Mit JFFS2 ist sogar bereits ein Flash-Dateisystem im Linux-Kernel enthalten, mit YAFFS gibt es noch mindestens ein weiteres für Linux. Laut Jörn Engel sei JFFS2 jedoch vor allem durch den hohen Speicherverbrauch und die lange Mount-Zeit problematisch. Da Flash-Dateisysteme jedoch immer wichtiger werden – von USB-Sticks abgesehen kommen sie beispielsweise im One Laptop Per Child (OLPC) und Intels Classmate PC sowie zunehmend auch in normalen Notebooks zum Einsatz -, braucht Linux nach Engels Ansicht ein Dateisystem, mit dem der theoretisch durch Flash-Systeme erzielbare Geschwindigkeitsvorteil auch erreicht werden kann.
Sein LogFS nutzt einen auf dem Medium gespeicherten Dateisystembaum, der der Struktur von Ext2 ähnelt. Hierdurch soll vor allem die Mount-Zeit niedriger liegen als bei JFFS2, bei dem das komplette Medium durchsucht werden muss und der Dateisystembaum im Arbeitsspeicher gehalten wird. Laut Engel dauert es auf dem OLPC um die 60 Millisekunden, bis LogFS gemountet wurde, während es bei JFFS2 etwa 3,3 Sekunden dauert. Schon jetzt soll LogFS generell recht nahe an das theoretische Ziel kommen, durch Flash-Dateisysteme einen Geschwindigkeitsvorteil zu erlangen.
LogFS ist allerdings noch nicht für den produktiven Einsatz gedacht, funktioniert laut Engel jedoch in seinen Testumgebungen. Zwei bekannte Fehler können jedoch noch für Datenverlust sorgen. Engel hat seine Patches für Andrew Mortons experimentellen Kernel-Zweig eingereicht. Sollten sie hier aufgenommen werden, könnten sie ausführlich getestet werden, um so nach einiger Zeit in den Hauptzweig zu gelangen.
Neben LogFS(öffnet im neuen Fenster) von Jörn Engel existieren noch weitere Dateisysteme mit demselben Namen, deren Entwicklung teilweise jedoch nicht mehr aktiv scheint. Zu LogFS hat auch David Woodhouse beigetragen, der Autor von JFFS2.
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