PlayStation 3 belastet Sony
So stieg zwar der Umsatz im Bereich "Games" dank der PlayStation 3 um 6,1 Prozent auf 1,016 Billionen Yen, rund 6,22 Milliarden Euro, während der Absatz von PS2 und PSP zurückging, da weniger Geräte verkauft wurden als im Jahr zuvor und zudem der Preis der PS2 gesenkt wurde. Unter dem Strich macht Sonys Games-Sparte 2006/2007 aber einen operativen Verlust von 232,3 Milliarden Yen, etwa 1,42 Milliarden Euro. Schuld daran war vor allem die neue PlayStation 3, die Sony unter ihren Produktionskosten verkauft - wie es beim Start einer neuen Konsolengeneration aus taktischen Gründen üblich ist.
Sony konnte im vergangenen Geschäftsjahr 2006/2007 insgesamt 5,5 Millionen PlayStation 3 verkaufen, während die PS2 noch 14,2 Millionen Mal verkauft wurde. Die PSP konnte Sony 8,36 Millionen Mal absetzen. Bei der Software ist die Kluft in Anbetracht der installierten Basis noch größer: 193 Millionen verkauften PS2-Spielen stehen 13,2 Millionen für die PlayStation 3 gegenüber, das sind 2,4 Spiele pro verkaufte PS3. Nach Angaben von Boris Schneider-Johne(öffnet im neuen Fenster) , Xbox-Manager bei Microsoft, lag Microsoft zum Start der Xbox 360 mit 2,5 Spielen pro Konsole in den ersten vier Wochen auf einem ähnlichen Niveau. Für die PSP wurden 54,1 Millionen Spiele verkauft.
Auch die Akkurückrufe diverser Notebook-Hersteller belasten Sonys Ergebnis im Geschäftsjahr 2006/2007, was Sony mit 51,2 Milliarden Yen angibt, umgerechnet 313 Millionen Euro. Dennoch konnte Sony im Segment "Elektronik", das unter anderem die Bravia-Ferseher, Vaio-PCs und Cybershot-Kameras umfasst, Umsatz und operativen Gewinn steigern. Der Umsatz kletterte um 16,9 Prozent auf 6,05 Billionen Yen, etwa 37,09 Milliarden Euro, der operative Gewinn lag bei 156,7 Milliarden Yen, rund eine Milliarde Euro.
Für das Geschäftsjahr 2007/2008 erwartet Sony einen Umsatzanstieg um 6 Prozent auf 8,78 Billionen Yen bzw. 53,8 Milliarden Euro, während sich der Nettogewinn auf 320 Milliarden Yen (knapp 2 Milliarden Euro) mehr als verdoppeln soll.