HD-Videos von AMDs R600-Demo "Ruby Whiteout"
Die neue Demo namens "Ruby: Whiteout" ist die vierte Technologie-Demonstration mit der Figur Ruby und fand – abgefilmt auf der CeBIT '07 – unter dem Namen "Ruby4" schon einige Monate früher ihren Weg in Videoportale, wenn auch meist ohne Tonspur. Inzwischen hat AMD jedoch auch eine 203 MByte große Datei der drei Minuten langen Technikdemo als Quicktime-Video mit 1.280 x 720 Pixeln Auflösung vorgelegt. Wer den großen Download(öffnet im neuen Fenster) scheut, kann sich den Clip hier auch direkt im Browser ansehen:

Die nicht so übertrieben wie im neuen TF2-Trailer gehaltenen Bewegungen des Gesichts von Ruby animieren über 128 "Morph Targets". Das sind die Positionen, die eine Verschiebung der Dreiecke einnehmen kann. Die Ruby-Demo "The Assassin" musste für das Gesicht noch mit 4 Morph Targets auskommen. Den Glanz auf den Lippen und die fast nur als Standbild auszumachenden Reflexion in – und nicht auf – der Haut bildet "Subsurface Scattering", eine bereits länger bekannte Technik, die den Lichteinfall nicht auf einer Oberfläche, sondern auch deren Reaktion mit der Beleuchtung berücksichtigt.
Neben bekannten Techniken bietet Whiteout durch massiven Einsatz der "Tesselation Unit" des R600, die in unserem Test bereits erklärt wurde, einen Blick in die Zukunft von 3D-Programmen – jedenfalls so, wie AMD sich das vorstellt. Die Berge im neuen Ruby-Demo sind nämlich nicht einzeln von den Grafikern gemalt worden, sondern "wachsen" zur Laufzeit. Durch die Kombination der Tesselation mit Shader-Programmen kann die Schneelage dynamisch eingestellt werden. Das klappt durch die Abhängigkeit von der dynamisch erstellten "Height Map" mit dem Schnee-Shader.

Sich Ruby4 jedoch nur als komprimiertes Video anzusehen, bietet bei weitem nicht den Detailreichtum wie eine Echzeit-Darstellung in der nativen Auflösung eines TFT-Monitors. Rubys Hautstruktur etwa ist in dem aktuellen Video kaum sichtbar. Selbst wer schon eine HD 2900XT-Karte besitzt, muss auf eine verlustfreie Vorführung von Whiteout noch warten: Bisher hat AMD das Programm noch nicht selbst veröffentlicht, es bleibt zu hoffen, dass man dies – wie bei allen Ruby-Demos bisher – bald nachholt.
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