Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

HD-Videos von AMDs R600-Demo "Ruby Whiteout"

Neue Grafikdemo erklärt Funktionen der Radeon HD 2900XT. Mit jeder neuen Chip-Generation hat ATI in den vergangenen Jahren auch eindrucksvolle Demo-Programme vorgelegt, welche die Funktionen der Grafikkarten voll ausreizen – das bleibt auch unter AMD-Regie so. Die neue Demo mit Rubys Shader-Schönheit "Ruby" zeigt unter anderem, was die neue Funktion der "Tesselation" bewirken kann.
/ Nico Ernst
66 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)

Die neue Demo namens "Ruby: Whiteout" ist die vierte Technologie-Demonstration mit der Figur Ruby und fand – abgefilmt auf der CeBIT '07 – unter dem Namen "Ruby4" schon einige Monate früher ihren Weg in Videoportale, wenn auch meist ohne Tonspur. Inzwischen hat AMD jedoch auch eine 203 MByte große Datei der drei Minuten langen Technikdemo als Quicktime-Video mit 1.280 x 720 Pixeln Auflösung vorgelegt. Wer den großen Download(öffnet im neuen Fenster) scheut, kann sich den Clip hier auch direkt im Browser ansehen:

ATIs Ruby kehrt zurück – Technologie-Demo Whiteout
ATIs Ruby kehrt zurück – Technologie-Demo Whiteout (03:01)

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Während sich Nvidia bei seinen Demos vor allem auf die Hauptfigur konzentriert, stellt AMD stets auch eine vollständige Umgebung dar, die nicht nur aus Hintergrundbildern besteht, sondern komplett zur Laufzeit in 3D gerendert wird. So bestehen die in einer Berglandschaft angelegten Szenerien von "Whiteout" aus bis zu 2 Millionen Polygonen, doppelt so viele wie im letzten ATI-Demo namens "The Assassin". Von 80.000 auf 200.000 Polygone mehr als verdoppelt hat sich sogar die Detailfülle von Ruby selbst.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Die reine Zahl der Dreiecke sorgt jedoch noch nicht für den beeindruckenden Look von Whiteout. Erst bei mehrmaligem Ansehen fallen die vielen Kleinigkeiten auf, die vor allem von Shader-Programmen und den für die Überstrahlungen verantwortlichen HDR-Effekten (High Dynamic Range) stammen.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Insgesamt 210 Pixel-Shader arbeiten in Whiteout. Einer davon bildet beispielsweise den Pelzkragen von Ruby, der sich im virtuellen Wind bewegt. Dazu kommen noch prozedurale Texturen, die also nicht vorberechnet für die Schattierungen des Pelzes gespeichert wurden. Wer in den dunklen Szenen des Demos gut aufpasst, kann sogar erkennen, dass sich Rubys Pupillen je nach den Lichtverhältnissen verändern – auch dafür ist ein Shader verantwortlich. Für die Bewegungen des Schnees sorgt wiederum ein Partikel-System – ob es durch den Geometrie-Shader des R600 generiert wird, verriet AMD jedoch auf Nachfragen nicht.

Die nicht so übertrieben wie im neuen TF2-Trailer gehaltenen Bewegungen des Gesichts von Ruby animieren über 128 "Morph Targets". Das sind die Positionen, die eine Verschiebung der Dreiecke einnehmen kann. Die Ruby-Demo "The Assassin" musste für das Gesicht noch mit 4 Morph Targets auskommen. Den Glanz auf den Lippen und die fast nur als Standbild auszumachenden Reflexion in – und nicht auf – der Haut bildet "Subsurface Scattering", eine bereits länger bekannte Technik, die den Lichteinfall nicht auf einer Oberfläche, sondern auch deren Reaktion mit der Beleuchtung berücksichtigt.

Neben bekannten Techniken bietet Whiteout durch massiven Einsatz der "Tesselation Unit" des R600, die in unserem Test bereits erklärt wurde, einen Blick in die Zukunft von 3D-Programmen – jedenfalls so, wie AMD sich das vorstellt. Die Berge im neuen Ruby-Demo sind nämlich nicht einzeln von den Grafikern gemalt worden, sondern "wachsen" zur Laufzeit. Durch die Kombination der Tesselation mit Shader-Programmen kann die Schneelage dynamisch eingestellt werden. Das klappt durch die Abhängigkeit von der dynamisch erstellten "Height Map" mit dem Schnee-Shader.

ATIs Tesselation-Demo Version 1.00
ATIs Tesselation-Demo Version 1.00 (00:46)

Sich Ruby4 jedoch nur als komprimiertes Video anzusehen, bietet bei weitem nicht den Detailreichtum wie eine Echzeit-Darstellung in der nativen Auflösung eines TFT-Monitors. Rubys Hautstruktur etwa ist in dem aktuellen Video kaum sichtbar. Selbst wer schon eine HD 2900XT-Karte besitzt, muss auf eine verlustfreie Vorführung von Whiteout noch warten: Bisher hat AMD das Programm noch nicht selbst veröffentlicht, es bleibt zu hoffen, dass man dies – wie bei allen Ruby-Demos bisher – bald nachholt.


Relevante Themen