Roaming-Gebühren sollen noch vor dem Sommerurlaub sinken
Bis 2009 sollen die Tarife für abgehende Gespräche schrittweise um weitere sechs Cent pro Minute sinken, wie die Nachrichtenagentur dpa meldet. Für im Ausland beantwortete Anrufe sollen die Netzbetreiber bis zu 22 Cent im zweiten und 19 Cent im dritten Jahr abrechnen können. Die Preise gelten netto, hinzu kommt noch die Mehrwertsteuer.
Damit sinken die Gebühren sehr viel weniger als erwartet. Vor allem Großbritannien, Italien und Spanien, Länder mit Sitz großer Telefongesellschaften, profitieren stark vom Roaming und haben daher die Verhandlungen erschwert. Während das europäische Parlament eine Grenze von 40 Cent vorschlug, befürworteten die Minister der Mitgliedsstaaten 50 Cent.
Bislang haben die Netzbetreiber verschiedene Modelle für Auslandstelefonate im Angebot. T-Mobile- und O2-Kunden bezahlen für ein Telefonat mit dem eigenen Handy aus dem Ausland 59 Cent pro Minute in vielen EU-Staaten, E-Plus verrechnet 79 Cent pro Minute in Partnernetzen, in Fremdnetzen 99 Cent. Vodafones Auslandspaket heißt Reiseversprechen, dabei telefoniert der Kunde zu den in Deutschland geltenden Preisen, zuzüglich einmalig 75 Cent für Telefonate aus einem EU-Land nach Deutschland. Für ankommende Gespräche rechnet Vodafone einmalig 75 Cent für die erste Stunde ab.
Wer keinen gesonderten Auslandstarif vereinbart hat, für den gelten dem dpa-Bericht zufolge automatisch die neuen Gebühren. Die Kunden sollen in einem Brief über den neuen Schutztarif informiert werden und zwei Monate Zeit haben, Einspruch einzulegen. Melden sie sich nicht, treten die neuen Tarife automatisch in Kraft.
Das EU-Parlament soll am 24. Mai 2007 über den Vorschlag abstimmen, die Minister der Länder im Juni 2007.
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