Office-Konverter wird zur Schadcode-Sperre
Das Produkt weist den sperrigen Namen "Microsoft Office Isolated Conversion Environment" auf, was mit MOICE abgekürzt wird. Entstanden ist die Idee zu MOICE bei der Arbeit an Office 2007. Die Microsoft-Entwickler bemerkten, dass ein mit Schadcode versehenes Office-2003-Dokument nach einer Konvertierung in das neue Format den Schadcode nicht mehr enthielt. Allerdings kann es bei der Umwandlung passieren, dass der Konverter abstürzt. Die Entwickler hätten aber nicht einmal den Fall erlebt, dass schadhafter Programmcode über den Konverter ausgeführt werden konnte.
Diese Erfahrung soll nun in MOICE einfließen, um Office-Dateien fragwürdiger Herkunft zu öffnen, ohne Gefahr zu laufen, dass schadhafter Programmcode ausgeführt wird. Dazu muss Office 2003 das Format von Office 2007 lesen können, indem der von Microsoft angebotene Import-Filter verwendet wird. Bevor das betreffende Dokument aber mit Office 2003 geöffnet wird, findet eine Konvertierung über MOICE statt, um Schadcode zu verbannen. Dazu werden alle Makros entfernt und alle VBA-Projekte im Dokument gehen verloren.
Microsoft-Mitarbeiter David LeBlanc weist in seinem Blog-Eintrag(öffnet im neuen Fenster) darauf hin, dass dies quasi eine zweifache Konvertierung bedeutet. Dadurch kann sich das Öffnen großer Office-Dateien verlangsamen, meint LeBlanc. MOICE arbeitet hierbei in einer isolierten Umgebung, so dass die Gefahr gebannt wird, darüber irgendwelchen Schadcode auszuführen.
Noch gibt es von Microsoft keine Zeitplanung, wann die Arbeiten an MOICE abgeschlossen sein werden und wann der Konverter erscheint.
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