Killerspiele: Pfeiffers Kollegen gegen ein Verbot

Deutlicher wird das KFN bei der Beurteilung der Tester, die die Gutachter über den Inhalt der Spiele informieren: Auf der Grundlage von Berechnungen zur Spieldauer gebe es erhebliche Zweifel daran, dass die Tester die gewalthaltigen Spiele tatsächlich vollständig durchspielen und sich nicht teilweise auf Inhaltsangaben der Hersteller stützen. Zudem seien einige der Tester nach eigenen Angaben teilweise für die Herstellerfirmen als Produktionsberater tätig, um diesen zu helfen, eine angestrebte USK-Alterseinstufung zu erreichen - ein weiterer Vorwurf von Prof. Pfeiffer, dem USK-Geschäftsführer Dr. Klaus Spieler bei der Expertenanhörung im Bundestag heftig widersprach.

Stellenmarkt
  1. Software Entwickler (m/w/d)
    Rieter Ingolstadt GmbH, Ingolstadt
  2. Softwareentwickler Angular (w/m/d)
    freenet DLS GmbH, Büdelsdorf
Detailsuche

Ferner gebe es "möglicherweise nach jahrelanger Mitwirkung an Prüfungstätigkeiten Abstumpfungsgefahren, die die Akteure der Alterseinstufung unsensibel für das werden lassen, was die Spiele an Gewaltexzessen beinhalten", heißt es fast beiläufig in der Zusammmenfassung des KFN, das die Forderung nach "Strategien zur Verhinderung von Abstumpfungsprozessen" aufstellt. Dazu werden neben Fortbildung und Rotation, zeitliche Obergrenze für die Mitwirkung als ständige Vertreter, Tester und Gutachter gefordert - in anderem Zusammenhängen spricht man in solchen Fällen allgemein wohl eher von "Erfahrung" als von "Abstumpfung".

Uneinig sind sich die Autoren der Studie im Hinblick auf die Schlüsse, die aus ihrer Untersuchung zu ziehen sind, vor allem was das strafrechtliche Verbot von "Killerspielen" angeht: Während Prof. Christian Pfeiffer es für richtig hält, hier eine gesonderte strafrechtliche Verbotsnorm ins Auge zu fassen, sind die übrigen vier Autoren der Studie - Theresia Höynck, Thomas Mößle, Matthias Kleimann und Florian Rehbein - dagegen.

Darüber hinaus wird eine stärkere Einflussnahme durch den Ständigen Vertreter der Obersten Landesjugendbehörden gefordert bzw. die Einbindung von jeweils drei Bundesländern, ebenso eine Präzisierung der gesetzlichen Normen und weiteren Regelungen zur Alterseinstufung von Computerspielen. Darüber hinaus sollen Hersteller künftig je verkauftes Spiel 50 Cent an die USK zahlen, um deren Kosten zu decken, taugliche Therapien gegen Computerspielsucht zu entwickeln sowie um Medienwirkungsforschung und eine bundesweite Aufklärungskampagne zum Jugendmedienschutz durchführen zu können. Rund 20 Millionen Euro könnten so jährlich zusammenkommen, schätzt das KFN.

Golem Karrierewelt
  1. Hands-on C# Programmierung: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    08./09.11.2022, virtuell
  2. DP-203 Data Engineering on Microsoft Azure: virtueller Vier-Tage-Workshop
    24.-27.10.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Einig sind sich die Autoren der Studie aber in einem Punkt: Es reiche nicht aus, gesetzliche Reformen zum Jugendmedienschutz durchzuführen. Mindestens ebenso wichtig sei, die Eltern dabei zu unterstützen, dass sie ihre Kinder vor einem exzessiven gewaltorientierten Medienkonsum bewahren können. Dazu seien insbesondere Ganztagsschulen geeignet.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Killerspiele: Pfeiffers Kollegen gegen ein Verbot
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3


MörderKlopper 24. Nov 2008

Solche kranken Knallköppe wie ihr sollten mal ne Therapie machen. An mental Gewalttätigen...

Coldzero 21. Nov 2008

Ja schon aber die FSK sollte sich auf das Beruhen, wenn es um einen Spieletrailer geht...

Coldzero 21. Nov 2008

Amen ich meine wo bleibt das das Menschenrecht der Meinungsfreiheit? Vorallem ich dachte...

ColdZero 21. Nov 2008

Recht hast du aber was soll man anderes machen? ich meine bei diesem gefasel der...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Cloudgaming-Dienst
Google schließt Stadia

Google steigt aus dem Cloud-Gaming-Geschäft aus und stellt seinen Dienst Stadia ein. Kunden erhalten ihr Geld zurück.

Cloudgaming-Dienst: Google schließt Stadia
Artikel
  1. Axel-Springer-Chef: Döpfner schlug Musk den Kauf von Twitter vor
    Axel-Springer-Chef
    Döpfner schlug Musk den Kauf von Twitter vor

    "Das wird lustig": Wenige Tage vor seinem Einstieg bei Twitter erhielt Elon Musk eine interessante Nachricht von Axel-Springer-Chef Döpfner.

  2. Flexpoint, Bfloat16, TensorFloat32, FP8: Dank KI zu neuen Gleitkommazahlen
    Flexpoint, Bfloat16, TensorFloat32, FP8
    Dank KI zu neuen Gleitkommazahlen

    Die Dominanz der KI-Forschung bringt die Gleitkommazahlen erstmals seit Jahrzehnten wieder durcheinander. Darauf muss auch die Hardware-Industrie reagieren.
    Von Sebastian Grüner

  3. Probefahrt mit EQS SUV: Geländegängiger Luxus auf vier Rädern
    Probefahrt mit EQS SUV
    Geländegängiger Luxus auf vier Rädern

    Nach einer Testrunde in Colorado versteht man, was Mercedes beim EQS SUV mit Top-End Luxury meint.
    Ein Bericht von Dirk Kunde

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • CyberWeek nur noch heute • Xbox Series S + FIFA 23 259€ • MindStar (Mega Fastro SSD 1TB 69€, KF DDR5-6000 32GB Kit 229€) • PCGH-Ratgeber-PC 3000€ Radeon Edition 2.500€ • Alternate (Be Quiet Tower-Gehäuse 89,90€) • PS5-Controller GoW Ragnarök Limited Edition vorbestellbar [Werbung]
    •  /