Nokia: Alarm bei geladenem Handy-Akku (Update)
Diese Technik wird Nokia zunächst in den jüngst vorgestellten Modellen Nokia 1200, Nokia 1208 und Nokia 1650 einsetzen. Diese Geräte richten sich allesamt an Wachstumsmärkte wie Indien und China. Ob sich die Geräte akustisch oder optisch beim Besitzer bemerkbar machen, ist bisher nicht bekannt. Diese Technik soll schrittweise auf die gesamte Produktpalette von Nokia ausgeweitet werden.
Nokia geht davon aus, dass dadurch so viel Strom gespart wird, dass damit 85.000 Haushalte im Jahr mit Strom versorgt werden können. Seit 2005 werden Nokia-Mobiltelefone mit Netzteilen ausgeliefert, die nach Ende des Akku-Ladevorgangs bereits deutlich weniger Strom als frühere Netzteile verbrauchen, rühmt sich der Hersteller. Zugleich wollen die Finnen weiter daran arbeiten, dass nach Ende des Akkuladevorgangs möglichst wenig Strom verbraucht wird. Bis 2010 erwartet Nokia hier eine weitere Reduktion von 50 Prozent.
"Rund zwei Drittel der von einem Mobiltelefon verbrauchten Energie verpuffen nutzlos, wenn zwar das Telefon vom Ladegerät abgesteckt wird, dieses selbst aber in der Steckdose verbleibt", meint Kirsi Sormunen, Vice-President of Environmental Affairs bei Nokia. "Wir wollen diese Verschwendung vermindern und arbeiten weiterhin daran, die Leistungsaufnahme unserer Netzteile auf ein absolutes Minimum zu verkleinern."
Gemeinsam mit anderen Herstellern hat Nokia entschieden, den Energieverbrauch beim Einsatz von Mobilfunktechnik zu reduzieren. Im Zuge dessen hat Nokia nach eigener Aussage als erster Hersteller solche Stromsparmaßnahmen ergriffen, wie es mit dem Fertig-Lade-Alarm der Fall ist.
Nachtrag vom 11. Mai 2007 um 9:35 Uhr:
Wie Nokia auf Nachfrage von Golem.de mitteilte, arbeitet der Alarm bei geladenem Akku sowohl optisch als auch akustisch. Wenn also der Handy-Akku geladen ist, gibt das Mobiltelefon eine Textnachricht auf Display aus und spielt einen Signalton. Damit soll der Nutzer darauf hingewiesen werden, das Netzteil aus der Steckdose zu ziehen, um weiteren Stromverbrauch zu verhindern.
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