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Musikindustrie und Udo Jürgens setzen Kanzlerin unter Druck

Auch ein im vergangenen Jahr im Auftrag der britischen Regierung erstellter Bericht zur Lage des geistigen Eigentums, der Gowers-Report, kam zu dem Schluss, dass eine Verlängerung der Schutzfrist - insbesondere eine rückwirkende Verlängerung, wie von der Musikindustrie gefordert - unangebracht sei. Dafür handelte sich der Leiter der Untersuchungskommission und ehemalige Chefredakteur der Financial Times, Andrew Gowers, heftige Kritik von Seiten der Musikindustrie ein. In einer Anzeigenkampagne, in der sogar längst verstorbene Musiker als Unterzeichner geführt wurden, forderte die Industrie Gerechtigkeit und "Fair Play for Musicians".

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In einem Interview mit dem Magazin Out-Law erklärte Gowers dazu, dass in seinen Augen durchaus gerechtfertigt gewesen wäre, "basierend auf wirtschaftlichen Argumenten, für eine Verkürzung der Schutzfrist zu plädieren", worauf er aber verzichtet habe. Mit dem Vorschlag, die bestehende Schutzfrist beizubehalten, hätte er sich stattdessen "für den politisch weisen Weg" entschieden.

Gegen eine Verlängerung der Schutzfristen plädierte auch der US-Ökonom Hal R. Varian im Interview mit Golem.de: "Eine nachträgliche Verlängerung ist ganz sicher nicht sinnvoll. Was zählt, sind doch die Anreize zu dem Zeitpunkt, zu dem ein Werk entsteht. Künstler wie Elvis oder die Beatles wussten doch damals nicht, wie viel Geld man mit ihrer Musik verdienen kann. Sie hatten damals aber ganz offenbar genug Anreize, Musik zu machen. Es ist nicht sinnvoll, diese Anreize im Nachhinein zu erhöhen."

Zusammen mit weiteren namhaften Ökonomen wie Georg Akerlof, Kenneth Arrow, James M. Buchanan, Ronald Coase und Milton Friedman legte er in einer Stellungnahme an den Obersten Gerichtshof der USA dar, dass eine Verlängerung des Urheberrechts um 20 Jahre den Wert der Rechte nur um 0,33 Prozent erhöht.

Für die Tonträgerhersteller laufen die Geschäfte insgesamt nicht gut. Die Lage des deutschen Tonträgermarktes hat sich auch im vergangenen Jahr nicht entspannt. Aus der aktuellen GEMA-Bilanz geht hervor, dass die Umsätze mit Tonträgern im Jahr 2006 um rund 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken sind. Die gleichzeitige Zunahme des Online-Geschäfts mit Musik konnte die entstandenen Einnahmeverluste trotz des rasanten Marktwachstums nicht kompensieren, da laut einer aktuellen GfK-Studie "2006 allein in Deutschland 374 Millionen Songs illegal aus dem Internet heruntergeladen und Musik im Gegenwert von 486 Millionen Alben als Privatkopie auf CD- und DVD-Rohlinge gebrannt worden" sind, wie die Musikwoche berichtet.

Im April 2007 zwischen IFPI und Verwertungsgesellschaften neu vereinbarte Lizenzmodelle sollen es in Zukunft erleichtern, Musik grenzüberschreitend online zu vermarkten. Es bleibt aber abzuwarten, welche Auswirkungen diese Vereinbarungen auf die Umsätze im Musikmarkt haben werden. [Robert A. Gehring]

 Musikindustrie und Udo Jürgens setzen Kanzlerin unter Druck
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Klabusterbeere 17. Sep 2007

dir viel spass noch auf dem karneval und beim hören von Udo Jürgens... mal im ernst: wie...

ka 16. Mai 2007

Danke, dass du darauf eingegangen bist. Ich bleibe nochmal beim Programmierer. Wenn ich...

nuUNDnu? 16. Mai 2007

Also mir wäre es peinlich, in einem Musikladen gesehen zu werden. Womöglich noch vorm Udo...

f 15. Mai 2007

Einer der wenigen klugen Ansätze hier! Wirklich gut!

Demokrat 15. Mai 2007

Hat die jemals einem Arbeitslosen, Rentner, chronisch Kranken oder Studiengebührenzahler...


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