Red Hat kündigt Linux-Desktop für Entwicklungsländer an
Die Windows Starter Edition, die speziell für Entwicklungsländer gedacht ist, sei keine Option für kleine Firmen in solchen Ländern, da sie zu wenige Funktionen für den richtigen Einsatz biete, erklärte Red Hat. Andererseits seien die Hardware-Anforderungen einer normalen Windows Vista zu hoch. Der Global Desktop von Red Hat soll hingegen auf die Bedürfnisse von kleinen Firmen in Entwicklungsländern und ihre Regierungen zugeschnitten sein. Global Desktop ist also nicht für den Bildungseinsatz gedacht wie der One Laptop Per Child ( OLPC ).
Damit sollen die Preisbarrieren und Leistungsanforderungen durchbrochen werden, die bisher viele Anwender davon abhielten, aktuelle Software einzusetzen, schlichtweg weil die entsprechenden Ressourcen nicht vorhanden waren. Dabei soll es sich jedoch nicht um einen Windows-Klon handeln, sondern vielmehr um ein Linux mit entsprechenden Applikationen wie OpenOffice.org und einer angepassten Benutzeroberfläche. Insgesamt sollen etwa 600 bis 700 Anwendungen enthalten sein, während für den Einsatzzweck unwichtige Programme wie Entwicklungsumgebungen fehlen.
Red Hat arbeitet zusammen mit Intel am Global Desktop, um so Distribution und Design des Produktes besser nach den Wünschen der angepeilten Kunden ausrichten zu können. Unterstützt werden soll der Global Desktop daher auch auf Intels One-Laptop-Per-Child-Alternative, dem Classmate PC. Aber auch auf anderen günstigen Intel-Rechnern soll Global Desktop laufen.
Da Red Hat auch am One Laptop Per Child mitarbeitet, wurden etwa 95 Prozent des OLPC-Systems übernommen, als Benutzeroberfläche aber kommt GNOME zum Einsatz, statt der speziellen OLPC-Oberfläche. Das Produkt soll jährlich erscheinen, für zwei Jahre unterstützt werden und vorinstalliert auf Intel-Rechnern erhältlich sein. Support bekommen die Kunden dann sowohl über Intel als auch von Red Hat. Ab Juni 2007 soll Global Desktop erhältlich sein.