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ARD will Video-on-Demand-Angebot deutlich ausweiten

Informationssendungen womöglich bald vorab im Netz. Die ARD plant zur Mitte des Jahres eine massive Ausweitung ihres Video-on-Demand-Angebots. Das kündigte der ARD-Koordinator für Digital Video Broadcasting, Michael Albrecht, am Mittwoch auf dem Medientreffpunkt Mitteldeutschland an, so dessen Organisatoren. Evtl. sollen Sendungen auch vor ihrer Ausstrahlung ins Netz gestellt werden.
/ Jens Ihlenfeld
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Es sei geplant, große Teile des TV-Programms der ARD jeweils noch sieben Tage im Netz vorzuhalten: "Es gibt auch Überlegungen, einige Formate schon einen Tick vor ihrer Ausstrahlung im TV ins Netz zu stellen. Darüber ist aber noch nicht abschließend beraten" , wird Albrecht von den Organisatoren des Medientreffpunkt Mitteldeutschland zitiert.

Das On-Demand-Angebot soll sich dabei in erster Linie auf Informationsformate erstrecken, da vor allem im fiktionalen Bereich die rechtliche Situation sehr kompliziert sei. "Hier muss mit den Rechteinhabern verhandelt werden, weil vor allem Altverträge keine Internetklauseln haben" , so Albrecht.

Auch der Leiter der Hauptabteilung Kommunikation beim ZDF, Alexander Stock, sieht derzeit juristische Begrenzungen für On-Demand-Angebote. "Spielfilme oder Sport können wir derzeit nur ins Netz stellen, wenn wir die Rechte dafür haben, was häufig nicht der Fall ist" , sagte der ZDF-Sprecher. Heute seien in der Mediathek aber immerhin schon 25 bis 30 Prozent des TV-Angebots zeitunabhängig verfügbar.

Anders sieht es bei der BBC aus: Der britische Sender will nach Angaben seines Deutschland-Repräsentanten Michael Kayser künftig sein gesamtes Fernsehangebot 30 Tage im Netz vorhalten. Möglich sei dies, da die BBC der größte Rechtehändler im TV-Markt weltweit sei. Für alte Sendungen müsse man deshalb in jedem Einzelfall die Rechte mit den Inhabern neu aushandeln, so Kayser.


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