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USA: Biometrische Ausreisekontrolle kommt 2008

Pilotphase abgeschlossen, DHS sieht Technik als ausgereift an

Am vergangenen Freitag gab das U.S. Department of Homeland Security (DHS) bekannt, dass nach Abschluss der Pilotphase biometrische Ausreiseprozeduren künftig "in den bestehenden Ausreiseprozess für internationale Besucher" integriert werden. Mit den gesammelten Daten sollen die US-Grenzen noch sicherer und die Ausreise einfacher werden, meint zumindest das DHS.

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"Die Änderung wird den Ablauf der Ausreise aus den Vereinigten Staaten für internationale Besucher vereinfachen und leichter zugänglich machen", wirbt das DHS für die nun beabsichtigte vollständige biometrische Überwachung der US-Grenzen. Bisher wurden die Fingerabdrücke und Gesichtsfotos nur bei der Einreise erfasst.

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Bei der Ausreisekontrolle gab es auf mehreren Flughäfen - und Seehäfen - im Rahmen der nun abgeschlossenen dreijährigen Pilotphase in der Nähe der Gates stehende Automaten, bei denen sich Reisende ebenfalls wieder per Fingerabdruck aus den USA "abmelden" konnten. "Während das Programm bewies, dass die Technologie funktioniert, so zeigte es auch, dass sich die Reisenden wenig daran hielten", heißt es in einer DHS-Pressemitteilung vom 5. Mai 2007.

Das verwundert allerdings nicht, denn die Automaten waren mitunter - zumindest nach Golem.de-Beobachtung - etwas unglücklich aufgestellt, wurden mangels Hinweisen übersehen und verwirrten eher, da nicht klar war, ob sie benutzt werden mussten oder nicht. Das DHS hat nun trotzdem beschlossen, dass die US-VISIT-Luftausreiseprozeduren in den bestehenden internationalen Besucherausreiseprozess integriert werden sollen.

Ziel sei es, die Auswirkungen auf die Besucher zu minimieren - doch letztlich geht es dem DHS laut eigenen Angaben vorrangig um die Sicherstellung einer nahtlosen biometrischen Datensammlung, "egal, von welchem Punkt der Besucher ausreist".

Nötig sei dies, weil - laut DHS - "eine biometrische Ausreisekontrolle für die vollkommene Sicherung der Grenzen unserer Nation eine Priorität darstellt." Losgehen soll es im Jahr 2008 in mehreren Schritten. Ob die Technik wirklich ausgereift ist, bleibt abzuwarten - zumindest für Fingerabdruck-Scanner gibt es laut Experten schon einige Möglichkeiten zur Überlistung.

Das "US-VISIT Program" liefert auf Biometrie basierende Identitätsmanagement-Dienstleistungen an Dienststellen der gesamten US-Regierung. Datenschützer sehen das kritisch, weil Gefahr zum Missbrauch besteht.

Das DHS hat dem Kongress kürzlich einen Ausreiseplan als Teil des US-VISIT 2007 Expenditure Plan unterbreitet, der die Erfahrungen aus dem Pilotprogramm für biometrische Ausreise beinhaltet. Die Realisierung einer automatisierten Ausreisekontrolle ist einer der vom Kongress erteilten Aufträge an das Department, das nach den Anschlägen vom 11. September 2001 gegründet wurde - und ist immer wieder in Kritik geraten, die Vorwürfe reichen von übermäßiger zusätzlicher Bürokratie über Ineffizienz im Handeln des DHS bis hin zu einer kopflosen Führung.



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Qualle 08. Mai 2007

Die Quelle ist falsch!

Capdevila 08. Mai 2007

Es ist eine Frechheit, immer und überall zu wissen, wo sich der Bürger gerade aufhält.....

Krypto-Anneliese 07. Mai 2007

Auch die Biometrie läßt sich austricksen: http://www.vdi-nachrichten.com/vdi_nachrichten...

Yoshi 07. Mai 2007

Naja, den deutschen Reisepass gibts ja auch schon mit RFID wo die Daten drauf sind. Den...

ycxb 07. Mai 2007

Dann findest du es also toll in einem Überwachungsstaat zu leben ?


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