Abo
  • Services:
Anzeige

Microsoft wegen Patentverletzung verurteilt

Über 1,1 Milliarden Euro Schadensersatz festgelegt

Ein Bundesgericht in San Diego, USA, hat den Softwarehersteller Microsoft wegen der Verletzung von Patentrechten zur Zahlung von über 1,1 Milliarden Euro (1,53 Milliarden US-Dollar) Schadensersatz an Alcatel-Lucent verurteilt. Der Windows-Media-Player verletzt dem Urteil zufolge ein Patent von Alcatel-Lucent für Audio-Codecs.

Bezirksrichter Rudi M. Brewster folgte mit seinem Urteil der Auffassung der Jury im Verfahren und bestätigte die von der Jury im Februar festgelegten Entschädigungszahlen in voller Höhe. Microsoft hatte bereits vorher angekündigt, in Berufung gehen zu wollen. Mit dem Urteil hat Richter Brewster den Weg dafür frei gemacht.

Anzeige

Der Fall reicht bereits ins Jahr 2003 zurück. Damals hatte die Firma Lucent Klage gegen die PC-Hersteller Dell und Gateway wegen der Verletzung von insgesamt 15 Patentansprüchen ihrer Tochter Bell Labs eingereicht. Microsoft hatte sich wenig später selbst als Betroffener am Verfahren beteiligt, in dem es im Kern um die Nutzung von Verfahren zur Kompression von Musik geht. Im Verlauf des Prozesses wurden zwei der strittigen Patentansprüche zurückgewiesen und die übrigen auf insgesamt sechs einzelne Verfahren aufgeteilt, deren Urteile bis auf das jetzt ergangene noch ausstehen. Die Schadensersatzforderungen von Alcatel-Lucent belaufen sich auf insgesamt rund 2 Milliarden US-Dollar.

Die Kläger, AT&T und Alcatel-Lucent, fordern von Microsoft für jede verkaufte Windows-Lizenz, die mit dem Windows-Media-Player ausgeliefert wurde, nachträglich Patentgebühren ein. Microsoft hingegen, die die Patentverletzung nicht bestreiten, will nur für die in den USA verkauften Windows-Kopien zahlen müssen.

Um diese Auffassung durchzusetzen, ist der Softwarehersteller aus Redmond bis vor das Oberste Gericht der USA gezogen und hat zumindest teilweise Recht bekommen. Am Montag hatte der US Supreme Court zu Gunsten von Microsoft entschieden, dass im Ausland verkaufte Windows-Kopien die US-Patente von AT&T/Alcatel-Lucent nicht verletzt hätten. Unter Verweis auf dieses Urteil erwartet Microsoft nun, in Berufungsverfahren in den USA mit einer deutlich niedrigeren Schadensersatzzahlung davonzukommen: "Diese Entscheidung zu Gunsten von Microsoft [...] hat Konsequenzen für viele unserer anderen Patentfälle. Insbesondere erwarten wir, dass die Höhe des Schadensersatzes in den beiden Fällen Alcatel-Lucent und Eolas im Licht dieser Entscheidung neu zu bewerten sein wird. Das begrüßen wir", kommentiert Microsoft die Entscheidung. [Robert A. Gehring]


eye home zur Startseite
montag0705 07. Mai 2007

Jede kleinere Firma wäre inzwischen schon pleite oder deren Produkte wären durch die...

BSDDaemon 07. Mai 2007

MS Kunden wollen das alles im System ist, ob geklaut oder nicht und MS will es ihnen aus...

Moerk 07. Mai 2007

1 Mrd...... da lacht Bill Gates doch drüber. Das geht ihm noch nicht mal an die Portokasse.

horun 07. Mai 2007

täusche ich mich? Netzwerksupport wird erst in init 2/3 bereitgestellt!??

murks 06. Mai 2007

So muss es sein, vielleicht entwickelt sich ms von nun an als einer der bedeutensten...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. über Hanseatisches Personalkontor Bremen, Großraum Bremen
  2. Chemische Fabrik Budenheim KG, Budenheim
  3. Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main
  4. Experis GmbH, Berlin


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 444,00€ + 4,99€ Versand
  2. ab 649,90€
  3. 546,15€

Folgen Sie uns
       


  1. Bayerischer Rundfunk

    Fernsehsender wollen über 5G ausstrahlen

  2. Kupfer

    Nokia hält Terabit DSL für überflüssig

  3. Kryptowährung

    Bitcoin notiert auf neuem Rekordhoch

  4. Facebook

    Dokumente zum Umgang mit Sex- und Gewaltinhalten geleakt

  5. Arduino Cinque

    RISC-V-Prozessor und ESP32 auf einem Board vereint

  6. Schatten des Krieges angespielt

    Wir stürmen Festungen! Mit Orks! Und Drachen!

  7. Skills

    Amazon lässt Alexa natürlicher klingen

  8. Cray

    Rechenleistung von Supercomputern in der Cloud mieten

  9. Streaming

    Sky geht gegen Stream4u.tv und Hardwareanbieter vor

  10. Tado im Langzeittest

    Am Ende der Heizperiode



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
3D-Druck bei der Bahn: Mal eben einen Kleiderhaken für 80 Euro drucken
3D-Druck bei der Bahn
Mal eben einen Kleiderhaken für 80 Euro drucken
  1. Bahnchef Richard Lutz Künftig "kein Ticket mehr für die Bahn" notwendig
  2. Flatrate Öffentliches Fahrradleihen kostet 50 Euro im Jahr
  3. Nextbike Berlins neues Fahrradverleihsystem startet

Google I/O: Google verzückt die Entwickler
Google I/O
Google verzückt die Entwickler
  1. Neue Version im Hands On Android TV bekommt eine vernünftige Kanalübersicht
  2. Play Store Google nimmt sich Apps mit schlechten Bewertungen vor
  3. Daydream Standalone-Headsets auf Preisniveau von Vive und Oculus Rift

Panasonic Lumix GH5 im Test: Die Kamera, auf die wir gewartet haben
Panasonic Lumix GH5 im Test
Die Kamera, auf die wir gewartet haben
  1. Die Woche im Video Scharfes Video, spartanisches Windows, spaßige Switch

  1. Re: 1Terabit braucht in 10 Jahren keiner mehr...

    yoyoyo | 23:39

  2. Re: Frequenzvermüllung

    Sicaine | 23:38

  3. Re: Bitcoin ist ein Witz - keine Spekulation möglich

    plutoniumsulfat | 23:35

  4. Re: bin ich froh, dass ich damals gekauft habe...

    Unix_Linux | 23:30

  5. Hähhh...

    jude | 23:29


  1. 18:45

  2. 16:35

  3. 16:20

  4. 16:00

  5. 15:37

  6. 15:01

  7. 13:34

  8. 13:19


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel