Verdoppelte Datenübertragung für UMTS-Nachfolger
Für den Laborversuch setzte Nokia Siemens Networks auf virtuelle MIMOs (MIMO = Multiple Input Multiple Output). Ein MIMO nutzt mehrere Sendekanäle und empfängt über mehrere Kanäle und Antennen, wodurch sich der Datendurchsatz der Radiosignale verbessern soll. Dieses Verfahren wird auch als SDMA bezeichnet, was für "Space Division Multiple Access" steht. Der MIMO-Ansatz kommt auch bei WLAN nach 802.11n zum Einsatz.
Im Vergleich zu UMTS sollen LTE-Netze den Netzbetreibern helfen, verfügbare Frequenzbereiche besser auszunutzen. Mit Hilfe virtueller MIMOs sollen außerdem die Kosten gesenkt werden, während der Energiebedarf von Endgeräten mit LTE-Technik sinkt.
Die Versuchsanordnung wurde von Nokia Siemens Networks in Kooperation mit dem Fraunhofer Institut für Nachrichtentechnik vorgenommen. Hierbei wurde eine HDTV-Sendung gleichzeitig im Downstream sowie im Upstream übertragen. Im Upstream lag die Datenrate bei 108 MBit/s, während der Downstream auf 160 MBit/s kam.



