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Massenentlassungen bei Nokia Siemens Networks

Allein in Deutschland verlieren fast 3.000 Menschen ihre Arbeit. Weltweit will Nokia Siemens Networks bis Ende 2010 rund 9.000 Mitarbeiter auf die Straße setzen. Alleine in Deutschland werden etwa 2.900 Mitarbeiter ihre Arbeit verlieren. Als Grund für die Massenentlassung gibt der Konzern an, die Wettbewerbsfähigkeit stärken zu wollen.
/ Ingo Pakalski
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Am heutigen 4. Mai 2007 wurden die Mitarbeiter von Nokia Siemens Networks in Deutschland und Finnland über den Umfang des Arbeitsplatzabbaus informiert. Der Konzern wolle Beratungen mit den zuständigen Arbeitnehmervertretern aufnehmen. Ein Teil des Arbeitsplatzabbaus soll durch Geschäftsverlagerung an Partnerunternehmen erfolgen, die mit Nokia Siemens Networks zusammenarbeiten. Wie hoch dieser Anteil sein wird, ist nicht bekannt.

Allein in Deutschland werden bis 2010 bis zu 2.900 Mitarbeiter von Nokia Siemens Networks ihren Arbeitsplatz verlieren. Derzeit sind 13.000 Menschen für den Konzern in Deutschland tätig. In Finnland sollen bis 2010 bis zu 1.700 Stellen von den insgesamt 10.000 Arbeitsplätzen wegfallen. Weltweit verlieren 9.000 Mitarbeiter von Nokia Siemens Networks ihre Arbeit. Nach Angaben von Nokia Siemens Networks arbeiten derzeit weltweit rund 60.000 Menschen für das Unternehmen. Über Personaleinsparungen in anderen Ländern will der Konzern erst in den nächsten Monaten konkrete Aussagen machen.

Vielsagend gab Nokia Siemens Networks außerdem bekannt, sowohl in Deutschland als auch in Finnland weitere Optionen des Personalabbaus zu prüfen, indem Geschäftsfelder an Partnerunternehmen verlagert werden.

"Dies ist ein notwendiger Schritt, um Nokia Siemens Networks heute und für die Zukunft wettbewerbsfähig aufzustellen" , meint Simon Beresford-Wylie, Chief Executive Officer (CEO) von Nokia Siemens Networks. "Mir ist bewusst, dass die heute angekündigten Maßnahmen zum Personalabbau für die Betroffenen schwerwiegend sind. Es liegt aber in unserer Verantwortung, dafür Sorge zu tragen, ein erfolgreiches Unternehmen zu gestalten, das den Mitarbeitern langfristig Zukunftschancen eröffnet, den Aktionären angemessene Erträge und den Kunden wettbewerbsfähige Produkte, Dienstleistungen und Lösungen zu attraktiven Kosten bietet."

"Wir werden diejenigen, die Nokia Siemens Networks verlassen, mit Fairness und Respekt behandeln" , verspricht Bosco Novak, weltweiter Leiter Personal von Nokia Siemens Networks. "Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit mit Arbeitnehmervertretern und wir wollen dies in einem konstruktiven Dialog tun. Nur so werden wir den Mitarbeitern gegenüber so rasch wie möglich für größtmögliche Klarheit sorgen."

Nachtrag vom 2. Juli 2007:
Wie Nokia Siemens Networks bekannt gab, haben sich Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite darauf verständigt, dass vom Wegfall der ursprünglich geplanten 2.900 Arbeitsplätze noch 2.290 Stellen betroffen sind. Damit werden langfristig 2.290 Mitarbeiter von Nokia Siemens Networks in Deutschland ihren Arbeitsplatz verlieren.


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