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Chefredakteur geht: Gefälligkeitsjournalismus bei PC World?

Angeblich verlangte Verlagsleitung unkritische Berichte über Werbekunden. Der Chefredakteur des US-Computermagazins PC World hat überraschend den Verlag verlassen. Angeblich habe die Verlagsleitung eine freundlichere Berichterstattung zu Produkten verlangt, die im Magazin beworben werden. Ein kritischer Bericht über Apple soll aus diesem Grunde gar nicht erst erschienen sein.
/ Ingo Pakalski
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Harry McCracken hat nach CNet.com-Angaben(öffnet im neuen Fenster) seit zwölf Jahren bei PC World gearbeitet und den IDG-Verlag nun überraschend verlassen. Zu den Gründen schreibt ein Journalist des Magazins Wired(öffnet im neuen Fenster) mit Bezug auf informierte Quellen, dass die Verlagsleitung in der Person von Colin Crawford, seines Zeichens Senior Vice President Online bei IDG und CEO von PC World, Druck auf McCracken ausgeübt habe, Berichte freundlicher zu schreiben, wenn darin angesprochene Firmen Werbung geschaltet haben.

Gegenüber Cnet.com wollte McCracken keinerlei Kommentar abgeben. Crawford dementierte, dass das Ausscheiden McCrackens etwas mit Druck durch Werbekunden zu tun habe. Nach Angaben von Wired arbeitete McCracken an einer Geschichte mit dem Titel "Ten Things We Hate About Apple", der auf Anweisung von Crawford nicht gedruckt wurde und in den Schreibtischschubladen von PC World verschwand. Außerdem soll Crawford einen engen Kontakt zu Apple-Chef Steve Jobs pflegen.

Nachtrag vom 8. Mai 2007:
Am 7. Mai 2007 hat PC World den Artikel " Ten Things We Hate About Apple(öffnet im neuen Fenster) " veröffentlicht. Ob dieser Artikel für den Weggang von Chefredakteur Harry McCracken verantwortlich sein kann, ist weiterhin offen.


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