OpenOffice.org: Sun engagiert sich bei Mac-Portierung
Der Sun-Entwickler Philipp Lohmann gab per Blog-Eintrag(öffnet im neuen Fenster) bekannt, dass sich Sun fortan mit zwei Entwicklern an der Aqua-Portierung von OpenOffice.org auf die Mac-Plattform beteiligen wird. Lohmann wird demnach zusammen mit Herbert Dürr von Sun dafür abgestellt, die Mac-Portierung von OpenOffice.org voranzutreiben. Beide können hierbei auf das Fachwissen anderer Sun-Kollegen zurückgreifen. Bislang gibt es vom OpenOffice.org-Projekt nur eine Mac-Variante, die auf X11 setzt und sich somit weniger gut in die Bedienoberfläche von MacOS X einbindet.
Lange Jahre hatte das Team rund um OpenOffice.org darauf hingewiesen, dass dringend Entwickler gebraucht werden, die eine entsprechende Aqua-Portierung der Mac-Version des Office-Pakets übernehmen können. Den Projektteilnehmern fehlte bislang die Zeit und das Wissen, eine Aqua-Variante von OpenOffice.org aus eigener Kraft anzubieten. Die Hauptentwicklungsarbeit von OpenOffice.org trägt nach wie vor Sun. Etwas unklar bleibt aber, warum Sun die Aqua-Portierung bislang nicht unterstützt hat.
Als Grund für die Abstellung der beiden Entwickler gab Sun an, dass die Bedeutung und Verbreitung von MacOS X zugenommen habe. Die beiden von Sun abgestellten Mitarbeiter werden sich zunächst den Status der Aqua-Portierung ansehen, um sich ein Bild davon zu machen, wie weit die Aqua-Anpassung bereits vorangeschritten ist.
Der Leiter des Mac-Teams von OpenOffice.org, Eric Bachard, zeigte sich begeistert(öffnet im neuen Fenster), dass Sun so plötzlich die Aqua-Portierung aktiv unterstützen wird. Die Aqua-Portierung soll bereits so weit fortgeschritten sein, dass die Entwickler kurz vor der Veröffentlichung einer Beta-Version stehen.
Alternativ zu der offiziellen Mac-Version von OpenOffice.org arbeiten Mac-Entwickler bereits an einer Aqua-Variante von OpenOffice.org, die unter dem Namen NeoOffice bekannt ist. Aus lizenzrechtlichen Gründen kann sich das Mac-Team von OpenOffice.org nicht an dem Wissen der Macher von NeoOffice bedienen. Somit müssen die Entwicklungen weiterhin parallel fortgeführt werden.
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