HP macht Präge-Lithographie mit 15 Nanometern serienreif
Die Herstellung immer feinerer Strukturen, die mehr Funktionseinheiten und geringeren Spannungsbedarf ermöglichen, ist als "Moore's Law" in der Halbleiter-Branche ein wie ein Naturgesetz behandeltes Paradigma. Bei der bisher üblichen Methode, die Schaltungen durch Belichtung herzustellen, stößt man jedoch an physikalische Grenzen. Schon nach dem übernächsten Schritt von 45 auf 32 Nanometer Strukturbreite ist die Belichtung nur noch mit Röntgenstrahlen möglich, die auch "Extreme Ultra Violett" (EUV) genannt werden.
Inzwischen soll die "Nanoimprint Lithography" (NIL) serienreif sein. Nicht nur mit Labormustern sollen sich 15 Nanometer breite Leiterbahnen herstellen lassen, die aus 50 Atomlagen Breite bestehen. HP hat dafür zusammen mit Ex-Mitarbeitern das Unternehmen "Nanolithosolutions" ausgegliedert und sich an der Firma in ungenannter Höhe beteiligt. Nanolithosolutions hat nach eigenen Angaben bereits einen Maskenträger hergestellt, der in die herkömmlichen Maschinen einer Halbleiterfabrik passt. Die nötigen Patente für das Gerät wurden von HP an Nanolithosolutions lizenziert.
HP verspricht sich von der neuen Technik Anwendungen bei Biochips und optischen Schaltungen in Halbleitern. Inwieweit sich das Verfahren auch für Prozessoren und Speicher eignen kann, ist noch nicht bekannt.