Google wehrt sich gegen Milliardenklage von Viacom
Nach Ansicht von Viacom verletze YouTube dessen Mutterkonzern Google auf massive Art und Weise vorsätzlich gegen die Urheberrechte von Viacom. Viacom fordert dabei mehr als eine Milliarde US-Dollar Schadensersatz von Google und YouTube. Zudem soll den beiden untersagt werden, weiterhin die Rechte von Viacom zu verletzen. In der Klage führt Viacom mehr als 160.000 unautorisierte Clips von eigenen Programmen an, die über YouTube angeboten werden und zusammen mehr als 1,5 Millionen Mal heruntergeladen wurden.
YouTube bereichere sich auf Kosten anderer und versuche so, selbst Profite zu generieren. Das Geschäftsmodell, Werbung auf Seiten mit nicht lizenzierten Inhalten anderer zu verdienen, sei illegal, so Viacom. Zudem habe es YouTube unterlassen, aktiv gegen die Rechteverletzungen vorzugehen.
Nun hat Google sich gegenüber dem Gericht zur Klage von Viacom geäußert, so die New York Times. Die Argumentation ähnelt dabei einer Stellungnahme von Michael Kwun, der sich bei Google um den Fall kümmert. Nach Ansicht von Google greift Viacom die Internetkommunikation an.
Firmen wie YouTube, Craigslist und MySpace, die Inhalte ihrer Nutzer bereithalten, könnten die "Safe Harbour"-Regeln des DMCA nur in Anspruch nehmen, wenn sie urheberrechtsverletzende Inhalte entfernen würden, sobald es der Rechteinhaber verlangt, so die Ansicht von Google. Das sei eine schnelle Lösung für die Rechteinhaber, die sie davor bewahrt, jedes Mal vor Gericht gehen zu müssen. Dafür hätten aber die Rechteinhaber die Pflicht, diese verletzenden Inhalte zu identifizieren. "Viacoms Anwälte haben dieses Gesetz mitgeschrieben" , so Kwun Ende März 2007 in der Washington Post .
So fordert Google, die Klage von Viacom abzuweisen, da sie unbegründet sei. Bei Viacom sieht man das anders: YouTube wisse genau, dass auf der eigenen Plattform gegen Urheberrechte verstoßen werde und verdiene damit Geld, schreibt die New York Times(öffnet im neuen Fenster) . Dies sei nicht vom DMCA gedeckt. Sollte die Klage nicht abgewiesen werden, möchte Google vor einer Jury verhandeln.



