100-Dollar-Laptop wird 176,- US-Dollar kosten

... und laut Negroponte nun alternativ auch mit Windows laufen

Mit dem von Nicholas Negroponte gegründeten gemeinnützigen 100-Dollar-Laptop-Projekt "One Laptop per Child" (OLPC) sollen Schüler in Entwicklungsländern eine Chance zur technologischen Bildung bekommen, auch ohne Steckdose. Von dem Preis von 100,- US-Dollar ist das "XO" getaufte Gerät allerdings immer weiter entfernt. Wie Negroponte nun mitteilte, sind es derzeit eher 176,- US-Dollar. Dennoch zeigt sich der Gründer des MIT Media Lab zuversichtlich.

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Im Rahmen einer Pressekonferenz hat Negroponte laut AP erklärt, dass sich das OLPC-Projekt vermutlich gerade an seinem kritischsten Punkt seit Entstehen befinde. Zwar haben bereits mehrere Länder ihr Interesse gezeigt und weitere sollen Unterstützung zugesagt haben, doch konkrete Ankündigungen stehen noch aus.

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Damit Herstellung und Vertrieb beginnen können, müssen mindestens 3 Millionen XOs bestellt werden. Negroponte geht aber davon aus, dass es im Oktober 2007 mit der Fertigung losgeht. Die Fertigung übernimmt u.a. der taiwanische Hersteller Quanta, der sich laut Negroponte mit einer geringen Marge von 3,- US-Dollar pro Gerät zufrieden gibt, was deutlich weniger sei als üblich. Die Citibank unterstützt das Projekt ebenfalls - sie stellt den Herstellern das für die Produktion notwendige Kapital zur Verfügung und holt es sich von den Regierungen wieder.

Vom Langzeitziel 100-Dollar-Laptop ist das Projekt noch weit entfernt, auch die zwischenzeitlich angepeilten 150,- US-Dollar können nicht mehr gehalten werden. Nun geht Negroponte von Kosten in Höhe von 176,- US-Dollar aus, ein US-Dollar davon soll zur Finanzierung des Vertriebs genutzt werden. Der engagierte Wissenschaftler, Investor und Buchautor erwartet, dass die Kosten jährlich um 25 Prozent gesenkt werden könnten.

Interessant ist, dass Negroponte zufolge nun doch mit Microsoft zusammengearbeitet wird. So könnte alternativ zum gemeinsam mit Red Hat angepassten Linux-Betriebssystem auch Windows genutzt werden. Bisher wurde immer verneint, dass es Pläne für Windows auf dem XO gebe - auch auf Grund der zu hohen Kosten dafür.

Vor einigen Tagen kündigte Microsoft aber ein Softwarepaket für Schüler in Entwicklungsländern an, das Windows XP Starter Edition, Office Home und Student 2007, Microsoft Math 3.0, Learning Essentials 2.0 für Microsoft Office und Windows Live Mail enthält.

Darüber hinaus sieht es so aus, als ob Negroponte seine Meinung über den Einsatz des XO an US-amerikanischen Schulen geändert hat, nachdem mittlerweile laut AP 19 Gouverneure ihr Interesse gezeigt hätten. Bisher wurde seitens des OLPC-Initiators immer darauf hingewiesen, dass das System nur für arme Länder konzipiert sei und nicht für etablierte Industrienationen.

Man könne aber die USA nicht ignorieren und befasse sich ernsthaft damit, zitiert Reuters Negroponte. US-Schulen müssten allerdings einen höheren Preis bezahlen - weil ihnen selbst in den ärmsten US-Regionen mehr Ressourcen zur Verfügung stünden als es in Entwicklungsländern der Fall wäre.

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hans-joachim 22. Mai 2007

hi ich habe sehr gute erfahrungen bei www.notebooksbilliger.de gemacht. wenn nicht...

Joachim Leutemann 07. Mai 2007

Ich würde gerne an der Umfrage teilnehmen. Bitte um Info´s. mfg Joachim Leutemann

Error-Susi 02. Mai 2007

Also ich bin frohg, dass Golem über das Projekt berichtet, so erfährt man wenigstens...

Moerk 30. Apr 2007

Im Prinzip hast du damit recht, dass es für arme afrikanische Familien wichtigeres gibt...

Andi111 29. Apr 2007

Ah. Und VW ist das beste Auto? Wer Openoffice benützt, wird wohl mit MS Office keine...



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