Handy-Fernsehen - Wettlauf um DVB-H-Frequenzen beginnt

Kurth: "Entscheidender Schritt für das mobile Fernsehen in Deutschland"

Bisher gab es nur Feldversuche für das mobile Handyfernsehen nach dem DVB-H-Standard. Damit der Regelbetrieb 2008 endlich losgehen kann, hat die Bundesnetzagentur nun das entsprechende Frequenzzuteilungsverfahren für das bundesweite Angebot von mobilen, multimedialen Rundfunkdiensten gestartet.

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"Nun wird ein entscheidender Schritt für das mobile Fernsehen in Deutschland getan. Die Bundesnetzagentur schafft damit eine weitere Voraussetzung für einen innovativen und zukunftsträchtigen Massenmarkt mit hohem Wachstumspotential", so Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur. Das Frequenzzuteilungsverfahren sei auch dafür geeignet, mittelfristig "einen sehr hohen Anteil der deutschen Bevölkerung zu versorgen und zahlreiche Investitionen anzustoßen". Vor allem von den Endgeräten und neuen Multimediadiensten erhofft sich Kurth einiges.

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"In Europa sind wir mit der Eröffnung des Zuteilungsverfahrens auch in der Spitzengruppe und stellen damit die Innovationsfähigkeit unseres Marktes für Mediendienste unter Beweis", so Kurth weiter. Die DVB-H-Rundfunkangebote sollen nach und nach in "vielen Gebieten" Deutschlands angeboten werden. Für das Jahr 2008 ist der Netzaufbau in den Landeshauptstädten aller 16 Bundesländer geplant. Ab 2009 folgen dann laut Kurth Stück für Stück alle deutschen Städte mit "mehr als 150.000 Einwohnern" sowie "mindestens in jedem Bundesland die vier einwohnerstärksten Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern".

Die Bundesnetzagentur ist zuständig für die telekommunikationsrechtliche Umsetzung des von den Bundesländern gemeinsam beschlossenen Versorgungsbedarfs. Die für den Aufbau der Sendernetze erforderlichen Frequenzen sollen "zeitgerecht" zur Verfügung gestellt und den von der Bundesnetzagentur auszuwählenden Sendernetzbetreibern zugeteilt werden. Die Verfahrensweise entspricht dabei dem Frequenzzuteilungsverfahren für das terrestrische Fernsehen DVB-T, das mittlerweile etwa zwei Drittel der deutschen Bevölkerung zur Verfügung stehen soll.

Auch für den DVB-H-Konkurrenten DMB wurden laut Kurth die Voraussetzungen für den Aufbau der Sendernetze geschaffen. Anbietern von multimedialen Inhalten stünden damit mehrere voneinander unabhängige Plattformen zur Verbreitung offen. Es sei geplant, "die verfügbaren Kapazitäten für die vorhandenen Plattformen technologieneutral zu erhöhen".

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