PlayStation 3: Gast-Betriebssysteme kaum sinnvoll nutzbar
Sony Computer Entertainment bezeichnet die Möglichkeit zur Installation eines zweiten Betriebssystems als " Open Platform(öffnet im neuen Fenster) ". Potenzielle Gast-Betriebssysteme werden dabei schlicht als "Other OS" deklariert, laufen durch Virtualisierung abgeschirmt von bestimmten Systembereichen und können nur auf ihre eigene Festplattenpartition und das Blu-ray-Laufwerk zugreifen. Da Sony es nur erlaubt, über Umwege in den Framebuffer zu schreiben, fallen sämtliche Beschleunigungsfunktionen flach – damit stoßen Spiele, Videodarstellung und Multimedia-Anwendungen im Other OS schnell an ihre Grenzen.
Durch die Petition(öffnet im neuen Fenster) hoffen PS3-Fans und Entwickler nun Sony Computer Entertainment davon zu überzeugen, den Zugriff auf den RSX-Chip auch aus Gast-Betriebssystemen zu erlauben. Andernfalls würde es nicht möglich sein, Filme verschiedener Formate, 2D-Anwendungen und einfache 3D-Anwendungen richtig zum Laufen zu bringen.
Während die Beschränkung nutzlos im Kampf gegen Piraterie sei, ist sie der Petitionsbeschreibung zufolge ein Ärgernis für ehrliche Nutzer. Dadurch würden auf der PlayStation 3 Betriebssysteme wie Linux nicht interessant genug sein und könnten damit das Other-OS-Projekt zum Scheitern bringen, so die Sorge der Petitionsurheber. Dies würden die vielen enttäuschten Kommentare in vielen Foren belegen.
"Liebes Sony, Ihr habt uns träumen lassen, bitte lasst uns nicht alleine mit verlorener Hoffnung" , so der theatralische Schluss-Satz der Petition. Dass das Interesse an einer besseren Unterstützung für Gast-Betriebssysteme groß ist, zeigt die steigende Zahl der Unterzeichner – über 4.200 Leute haben sich schon für die RSX-Freigabe ausgesprochen.



