Red Hat stellt neue Middleware-Strategie vor

Neue JBoss Enterprise Platform mit Abonnementmodell

Wie sich bereits abzeichnete, setzt Red Hat bei seiner JBoss-Middleware künftig auf eine neue Strategie. Dabei soll es eine integrierte Enterprise-Plattform mit entsprechendem Support geben. Ergänzt wird diese durch eine Community-Edition, in der neue Funktionen ausgiebig getestet werden können, für die es jedoch keinen Support durch Red Hat gibt. Die Strategie orientiert sich an dem bereits für Red Hat Enterprise Linux genutzten Entwicklungsmodell.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Wie schon zuvor durchgesickert war, setzt Red Hat in Zukunft auf eine neue Middleware-Strategie. Dabei wird die so genannte "JBoss Enterprise Platform" - als Application Platform und Application Platform for Portals - geschaffen, die als einheitliche Distribution erscheinen soll, während Kunden sich zuvor selbst die unterschiedlichen JBoss-Komponenten mischen mussten. Für die Enterprise-Plattform wird es ein Abonnementmodell für Updates, Service Level Agreements und Support geben.

JBoss.org wurde hingegen so umgestaltet, dass sich die Community hier auf Innovationen konzentrieren kann. Dafür sollen neue Werkzeuge und Inhalte mit einem Fokus auf Entwickler geboten werden, so dass diesen die Teilnahme am Projekt erleichtert wird. JBoss.org soll zwar das Entwicklungszentrum für die JBoss Enterprise Platform bleiben, aber dennoch häufiger und schneller neue Techniken in die Projekte integrieren. Sobald diese stabil genug sind, werden sie in JBoss Enterprise übernommen, während die Projektveröffentlichungen weiterhin unter der GPL, der LGPL oder der Apache-Lizenz zum Download bereitstehen. Support für diese Projekte gibt es nur durch die Community selbst.

Dadurch sollen zum einen generell mehr neue Funktionen in JBoss gelangen können, die sich auch früher einsetzen lassen, sofern man auf Support verzichtet. Andererseits soll es für den Unternehmenseinsatz eine Plattform geben, die durch den Community-Prozess ausgiebig getestet wurde. Genauso verfährt Red Hat schon bei seinen Linux-Produkten mit der Fedora-Distribution und Red Hat Enterprise Linux.

Entsprechende Gerüchte zu dem neuen Konzept kamen schon Ende 2006 auf. Der damals noch als JBoss-Chef tätige Marc Fleury bestritt diese seinerzeit jedoch.

Red Hat hat des Weiteren die Übernahme von MetaMatrix angekündigt und erweitert damit seine Serviceorientierte Architektur (SOA).

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