Imation übernimmt auch TDKs Datenträgergeschäft

TDK wird aber weiter Blu-ray-Scheiben und Magnetbänder fertigen

Das auf wechselbare Datenträger spezialisierte Unternehmen Imation übernimmt TDKs Geschäftsbereich Brand Recording Media für 300 Millionen US-Dollar und darf auch die Markennamen TDK für bestehende und zukünftige beschreibbare Medien nutzen. TDK erhält rund 17 Prozent der Imation-Aktienanteile und einen Sitz im Imation-Aufsichtsrat - und konzentriert sich fortan auf wenige Aufzeichnungsmedien.

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Im Rahmen der Vereinbarung erwarb Imation den weltweiten Geschäftsbereich TDK Brand Recordable Media inklusive des Rechts der langfristigen, weltweiten Nutzung des Markennamens TDK. Dieses Recht kann von TDK nach 25 Jahren widerrufen werden, mit einem Jahr Abwicklungsfrist. Nutzen darf Imation die Marke für Magnetbänder, optische Medien, Flash-Medien und Zubehör - muss aber auch sicherstellen, dass genügend mit TDK-Schriftzug verzierte Medien am Markt sind.

TDK behält die Geschäftsbereiche R&D, Herstellung und OEM bei sich - Imation erwirbt also vor allem das internationale Distributionsnetz von TDK und erhofft sich dadurch Vorteile. TDK will seine Forschung und Entwicklung (R&D) weiterführen, Gleiches gilt für die Herstellung von Aufzeichnungsmedien einschließlich des optischen Formats Blu-ray Disc sowie von Magnetbändern für Audio-, Video- und Datenanwendungen. Die Transaktion umfasst auch ein Lieferabkommen für die TDK-Magnetbandmedien an Imation. TDK wird damit auch seine anderen OEM-Kunden weiter beliefern.

Imation hatte bereits Anfang 2006 die Marke Memorex erworben, mit TDK sichert sich das Unternehmen einen weiteren bekannten Markennamen. TDK-Chef Takehiro Kamigama dazu: "Starke Marken sind wichtig, da Konsumenten ihre kritischen Informationen diesen Produkten anvertrauen. TDK und Imation können eine ideale Kooperation entwickeln, indem wir unsere gegenseitigen Stärken hinsichtlich Regionen, Produkten und Technologie ergänzen." Ziel sei es, wettbewerbsfähiger zu werden, die wachsenden Konsumentenansprüche zu erfüllen und dabei profitabel zu wachsen, so Kamigama.

Von der Kaufsumme in Höhe von 300 Millionen US-Dollar werden voraussichtlich rund 280 Millionen US-Dollar (ca. 17 Prozent der ausgegebenen Aktien) in Imation-Stammaktien sowie 20 Millionen US-Dollar in Barmitteln gezahlt. Auf Basis der zukünftigen finanziellen Leistung des erworbenen Geschäftsbereichs soll Imation bis zu weitere 70 Millionen US-Dollar an TDK zahlen.

Imation geht davon aus, dass nach vollständiger Integration jährliche Betriebseinkünfte von rund 25 Millionen US-Dollar bis 30 Millionen US-Dollar erzielt werden. Relativ zum Gewinn pro Aktie geht Imation davon aus, dass nach der vollständigen Integration eine leichte Steigerung des Gewinns pro Aktie zu erwarten ist.

Für die zwölf Monate bis zum Dezember 2006 schätzt Imation den für den erworbenen TDK-Geschäftsbereich erzielten Umsatz auf ca. 670 Millionen US-Dollar. Nach der erfolgten Integration rechnet Imation mit einem Umsatz von 575 Millionen US-Dollar bis 600 Millionen US-Dollar in dem neuen Geschäftsbereich.

Durch die Transaktion wird TDK laut Imation zum größten Anteilseigner von Imation. TDK wird damit das Recht eingeräumt, einen Repräsentanten in den Aufsichtsrat zu entsenden. Gemäß einer Vereinbarung wird der Anteil von TDK an Imations Stammaktien 22 Prozent nicht übersteigen.

Die Transaktion wird voraussichtlich im dritten Quartal 2007 abgeschlossen sein, vorausgesetzt, die Wettbewerbshüter in den USA und Europa haben nichts zu bemängeln. Die Aufsichtsratsgremien beider Unternehmen haben der Transaktion zugestimmt. Imation wird nicht alle TDK-Mitarbeiter aus dem Geschäftsbereich Recording Media übernehmen; wie viele Jobs durch die Übernahme gestrichen werden, wurde nicht bekannt gegeben.

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