Überraschung: Amiga Inc. kündigt neue Amiga-Hardware an
Die Entwicklung der neuen Hardware-Designs und der passenden PowerPC-Mainboards übernahm laut Amiga Inc. das auf stromsparende Industrie-Rechner und Kleinserien spezialisierte Unternehmen ACK Software Controls.
"Wir haben mit Amiga zwölf Monate lang an diesen Designs gearbeitet und waren in der Lage, zwei Designs zu entwickeln" , so ACK-Chef Adam Kowalczyk. Er versprach in der gemeinsamen Pressemitteilung, mit der neuen Hardware "sowohl den Anforderungen und Wünschen heutiger Amiga-Nutzer" gerecht werden zu können als auch für neue Amiga-Nutzer "eine Tür zu öffnen" .
Amiga Inc. und ACS planen zwei verschiedene, vermutlich Amiga-OS-4.0-kompatible PowerPC-Systeme: eines für Einsteiger für rund 500,- US-Dollar und ein leistungsstärkeres "Power Design" für 1.500,- US-Dollar.
Wie bei Amiga Inc. üblich, sind die Produkte noch nicht zur Ankündigung erhältlich, sondern sollen noch einige Wochen auf sich warten lassen. In der kommenden Woche sollen weitere Angaben zur Hardware und der endgültigen Preisgestaltung folgen. ACK ist kein Neuling im Amiga-Bereich, das Unternehmen entwickelte PowerPC-basierte, aber leider nicht kommerziell erschienene Erweiterungskarten für klassische 680x0er-basierte Amiga-Rechner von Commodore.
Immerhin meldete sich Amiga-Chef Bill McEwen wieder zu Wort, nachdem es lange ruhig um sein Unternehmen geblieben war: "ACK und Amiga haben viele Monate damit verbracht, an verschiedenen Designs und mit verschiedenen Herstellern zu arbeiten, um großartige Produkte mit einem konkurrenzfähigen Preispunkt zu entwickeln. Wir werden in den nächsten Wochen mit den Amiga-Händlern zusammenarbeiten, um den Produktstart und die Kundendienstpläne festzulegen" , so Ewans.
Zu AmigaOS 4.0 äußert er sich nicht weiter, ungeachtet der Tatsache, dass in der verbleibenden Fan-Gemeinde durchaus die Sorge umgeht, dass Amiga Inc. irgendwann wieder einen Strategiewechsel vollzieht, alles über den Haufen wirft und damit die bis jetzt trotz aller Widrigkeiten nicht eingegangene Plattform endgültig tötet. Also heißt es weiter: Wo geht die Reise hin ?



