Keine Panik: SPD gegen reflexartige Gewaltspielverbote

Gewaltfreie Spiele sollen mit einem Preis gekürt werden

Auch die SPD-Bundestagsfraktion will in der Diskussion um gewalthaltige Computer- und Videospiele nicht reflexartig Verbote bzw. eine Verschärfung des ohnehin schon verbesserten Jugendschutzes fordern. Die auch im Ausland geschätzte USK lobten SPD-Bundestagsmitglieder Fritz Rudolf Körper und Monika Griefahn im Rahmen eines Pressegesprächs, erklärten aber auch, dass selbst Gutes noch besser werden könnte.

Artikel veröffentlicht am ,

"Es gibt keinen Grund, dem in Arbeit befindlichen Evaluationsbericht mit gesetzlichen Änderungen vorzugreifen, weshalb die SPD-Bundestagsfraktion darauf besteht, wie im Koalitionsvertrag vereinbart, vorzugehen, und erst auf hinreichender rechtstatsächlicher Grundlage politische Schlussfolgerungen zu ziehen", heißt es in einem Positionspapier in Richtung der Koalitionspartner CDU/CSU. Erst wenn sich herausstelle, dass die bestehenden Regelungen einen wirkungsvolleren Jugendmedienschutz verhindern ("Normdefizite") würden, wären Veränderungen nötig - im Moment sieht es aber den SPD-Politikern zufolge so aus, als würde es nur bei der Umsetzung ("Vollzugsdefizite") noch hapern.

Inhalt:
  1. Keine Panik: SPD gegen reflexartige Gewaltspielverbote
  2. Keine Panik: SPD gegen reflexartige Gewaltspielverbote

Angesichts der verschiedenen Gesetzesinitiativen, mit denen manche Politiker die Produktion von Gewaltspielen gar verbieten wollen, soll das mit dem Evaluationsbericht beauftragte Hans-Bredow-Institut für Medienforschung in Hamburg angehalten worden sein, nicht erst gegen Ende des Jahres, sondern schon im Juni 2007 mit Ergebnissen aufwarten zu können. Derzeit prüft die SPD-Bundestagsfraktion zwei voneinander unabhängige Maßnahmen: Zum einen wird über eine Stärkung der Ermittlungsbemühungen der Staatsanwaltschaften im Bereich der mit dem Paragrafen 131 StGB geregelten "strafbaren Gewaltdarstellung" nachgedacht, zum anderen soll der Handel stärker überprüft werden.

Etwa 80 Prozent der Spielverkaufe werden laut SPD über große Elektronikmärkte abgewickelt und nur wenige über kleine Einzelhändler. Durch Testkäufe, auffälligere Alterskennzeichnung, räumliche Trennung der altersbeschränkten von den freigegebenen Medien, auf Altersbeschränkungen aufmerksam machende Kassensysteme und durch stärkere Aufklärung über den Sinn von Altersbeschränkungen könnte sichergestellt werden, dass die Jugendschutzregelungen eingehalten werden. Dass nur ein sehr geringer Teil der am Markt befindlichen Spiele den Gewaltspielen zuzurechnen ist, darauf wiesen auch Körper und Griefahn hin. Allerdings würden gerade diese Spiele von vielen konsumiert und es wäre für Minderjährige zu leicht, an sie heranzukommen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Keine Panik: SPD gegen reflexartige Gewaltspielverbote 
  1. 1
  2. 2
  3.  


chk23 25. Apr 2007

Und nochmal: Die nicht normal sozialisierten Menschen brauchen keine "Killerspiele" als...

Demokrat 24. Apr 2007

Heute behaupten sie das eine, um morgen das andere zu machen. Und insgeheim lachen sie...

chk23 24. Apr 2007

Spielen tun es Erwachsene bis hin zum 60 Jährigen. Der Durchschnitt liegt bei über 30...

Doode 24. Apr 2007

Es macht mich wirklich glücklich, wenn ich sehe, dass scheinbar alle anderen Probleme...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Whistleblower
Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen

Wieder hat sich in den USA ein ehemals hochrangiger Militär und Beamter über Kontakte mit Aliens geäußert.

Whistleblower: Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen
Artikel
  1. Schadstoffnorm 7: Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos
    Schadstoffnorm 7
    Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos

    Die neue Euronorm 7 legt nicht nur Grenzwerte für Bremsen- und Reifenabrieb fest, sondern auch Mindestanforderungen für Akkus.

  2. Ramjet: General Electric testet Hyperschalltriebwerk
    Ramjet
    General Electric testet Hyperschalltriebwerk

    Das Triebwerk soll Flüge mit Mach 5 ermöglichen.

  3. Elektroautos: Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie
    Elektroautos
    Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie

    Nach dem abrupten Aus der staatlichen Förderung springen erste Hersteller von Elektroautos ein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /