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IBMs pAVE ebnet x86-Software den Weg auf PowerPC-Server

Virtualisierungslösung von System p und PowerPC-basierte Blades. IBM hat eine offene Betaversion einer virtuellen Linux-Umgebung vorgestellt, mit der sich x86-basierte Linux-Anwendungen auf IBMs PowerPC-basierten Servern der p-Serie nutzen lassen, ohne Modifikation, betont IBM.
/ Jens Ihlenfeld
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Die neue Virtualisierungslösung nennt IBM "System p Application Virtual Environment", kurz "System p AVE". Damit sollen zahlreiche x86-Anwendungen für Linux künftig auch auf der System-p-Plattform laufen. Die Ankündigung von pAVE folgt auf die Vorstellung von drei System-p-basierten Web-Tier-Servern, die für die Konsolidierung von x86-Linux-Workloads gedacht sind. Bereits im ersten Quartal 2007 wurden zahlreiche System-p-Server mit Linux-basierten, virtualisierten Partitionen (LPARs) ausgeliefert.

Auf diese Weise will IBM das System p im Linux-Markt weiter stärken. Zwar gibt es rund 2.800 Applikationen, die nativ unter Linux auf System-p-Servern laufen, mit pAVE kommen aber weitere hinzu, die nur als x86-Linux-Binarys verfügbar sind.

Getestet wurde die Virtualisierungslösung mit rund 25 Teilnehmern im Rahmen eines geschlossenen Beta-Programms. Nun steht dieses auch Kunden, Partnern und ISVs auf breiterer Basis zur Verfügung.

Das System erkennt, wenn -x86-Binarys ausgeführt werden sollen und lässt sie automatisch in einer pAVE-Umgebung laufen. Im Hintergrund erzeugt pAVE eine virtuelle x86-Umgebung und -Dateistruktur und führt die Anwendungen aus, indem x86-Instruktionen und -Systemaufrufe dynamisch in Befehle für die Power-Architektur umgesetzt werden. Dank Caching soll dies nicht zu sehr auf die Leistung drücken, Applikationen werden schneller, je länger sie laufen.

Kunden und ISVs können diese neue Erweiterung ihrer System-p- und BladeCenter-JS20/JS21-Server ab sofort unter ibm.com/systems/p/Linux/systempave.html(öffnet im neuen Fenster) herunterladen. Mit der generellen Verfügbarkeit rechnet IBM in der zweiten Hälfte 2007.


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