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Warren Spector: Weg mit männlichen Machtphantasien

Jörg Langer: Wenn Sie 15 Jahre zurückblicken: War das eine bessere Zeit in Sachen Kreativität in der Spiele-Entwicklung?

Warren Spector: Irgendwann in den letzten beiden Jahren bin ich zu einem verbrämten alten Mann geworden, der ständig Dinge grummelt wie "früher war alles besser". Klar, wir setzen immer die rosarote Brille auf, wenn wir über die Vergangenheit sprechen. Aber trotzdem scheint es mir, als wenn es damals einfacher und lustiger gewesen wäre, Spiele zu entwickeln. Wir haben zu zehnt im Keller eines Gebäudes gearbeitet, wir saßen die ganze Zeit auf Gartenstühlen...

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Jörg Langer: Da würde heute Ihr Rücken nicht mehr mitspielen.

Warren Spector: Moment, ich trainiere regelmäßig, ich bin sehr beweglich. Passen Sie auf, was Sie sagen! (lacht) Das fühlte sich anders an als ein Team zu führen mit 100 Leuten, bei dem man nicht mal von allen die Namen kennt. Bei Junction Point sind wir 24 Personen, und das fühlt sich klasse an. Die gemeinschaftliche Kreativität, das Ziehen an einem Strang erinnern mich sehr an frühere Tage. Aber das geht dem Ende entgegen. Es müssen eben all diese Grafiken und all die Sounds erstellt werden, wir müssen diese enorme Qualität hinbekommen, die heute erwartet wird. Das macht es sehr schwer, innovativ und kreativ zu sein, gerade für ein externes Studio wie unseres.

Jörg Langer: Wenn es auf die Zielgerade geht mit Ihrem Projekt, werden Sie also das Team ausbauen.

Warren Spector: Mit Sicherheit. Ich werde versuchen, nicht über 50 oder 60 Leute zu kommen, indem ich möglichst viel nach draußen gebe. Aber das haben schon viele gesagt, und am Ende hatten sie doch 100 oder 120 Mitarbeiter.

'Ich habe noch nie kapiert, wieso ein Spiel auf Konsole anders sein soll.'
'Ich habe noch nie kapiert, wieso ein Spiel auf Konsole anders sein soll.'
Jörg Langer: Sie kommen ganz klar vom PC, auch wenn Sie Konsolenerfahrung haben. Glauben Sie, dass moderne Konsolen vom PC im Prinzip nicht mehr zu unterscheiden sind?

Warren Spector: Die PS3 und Xbox 360 und teilweise auch die Wii sind auf funktionaler Ebene einem High-End-PC quasi gleichgestellt. Manches können sie besser, manches schlechter. Aber die NextGen-Geräte haben grundsätzlich das Spielfeld eben gemacht: Alles, was wir auf PCs entwickeln, kann man auch auf der Konsole machen, und umgekehrt. Ich habe noch nie kapiert, auch nicht zu meinen Zeiten als Hardcore-PC-Entwickler, wieso ein Spiel auf Konsole anders sein soll. Spieler sind Spieler, man muss ihnen ein tolles Spiel, eine großartige Erfahrung bieten, nur darum geht es.

Jörg Langer: Was spielen Sie selbst im Moment?

Warren Spector: Eine ganze Reihe von Sachen, etwa Resistance auf der PS3. Naja, es gibt noch nicht viel für die PS3. Kürzlich habe ich Zelda: Twilight Princess durchgespielt. Es begann ziemlich langsam, aber die letzten ein, zwei Stunden dieses Spiels haben mich wirklich sprachlos gemacht. Ich hatte einen solchen Spaß damit! [das Interview führte Jörg Langer]

 Warren Spector: Weg mit männlichen Machtphantasien

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Niko_Tin 04. Dez 2007

Leute, danke! Danke, dankedankedanke für das von euch gebotene Kabarett! Nichts ist...

superfly 23. Apr 2007

ach wie süß, so ein kleiner, einsamer wii-thread hier unten dran *lol*

develin 23. Apr 2007

Anmerkung: Shooter zaehlen nicht. Die spielen sich auf Konsole eine Klasse schlechter...

Letz Danze 22. Apr 2007

Kann es sein, dass sie es nicht wollen, weil sie es nicht können? Wie der Fuchs, der die...



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