Tauss: Akzeptanz für Computerspiele muss besser werden

Harald Wolf will Spieleentwicklern Berlin schmackhaft machen (Rede am Vorabend der Quo Vadis, auf dem 21. Medien-Gipfel)
Harald Wolf will Spieleentwicklern Berlin schmackhaft machen (Rede am Vorabend der Quo Vadis, auf dem 21. Medien-Gipfel)
In seiner Rede rief Tauss die Spielebranche schließlich auf, sich bei der KfW Bankengruppe (früher: Kreditanstalt für Wiederaufbau) für eine Förderung zu bewerben. Er wolle nicht in einem Jahr von der KfW hören, dass sich niemand mit einem Projekt beworben habe, drohte der SPD-Politiker scherzhaft der in der Auferstehungskirche versammelten Entwicklerschar. Der Quo-Vadis-Veranstalter Stephan Reichart, Aruba Studios, erklärte nach Tauss Rede auf dem Podium, dieser Aufforderung gern nachzukommen und in der kommenden Woche mit der KfW reden zu wollen.

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Am Vorabend bestärkte bereits Harald Wolf (Linkspartei.PDS), Berlins Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen, dass sich auch das Land Berlin weiter um die Spielebranche bemühen will; etwa durch Förderprogramme und durch das Knüpfen von Netzwerken etwa im Rahmen des "Projekt Zukunft". Von einem für 2008 geplanten, 30 Millionen Euro umfassenden Venture-Capital-Fonds für Kreative soll nicht nur die Film- und Fernsehwirtschaft, sondern auch die Spielebranche profitieren können. "Der Senat wird seinen Beitrag leisten", so das Versprechen von Wolf.

Für Berlin dürfte das auch bitter nötig sein, denn mit dem Abwandern des produzierenden Gewerbes liegt die Zukunft vor allem im Medien- und Dienstleistungsbereich. Allerdings werben nicht nur andere deutsche Städte wie vor allem das finanziell besser gestellte Hamburg eifrig um die Kreativen, im europäischen Ausland lockt beispielsweise England und auch Kanadas Lockrufe dringen bis nach Deutschland. Die staatliche Unterstützung geht dabei zum Teil deutlich weiter, sei es durch Partnerschaften im Bildungsbereich oder merkliche Steuervergünstigungen. So ist es auch durchaus ernst zu nehmen, wenn Entwicklerstudios wie die EA-Tochter Crytek wegen der anhaltenden, mitunter wenig sachlich geführten Diskussion um Gewalt in Spielen mit der Abwanderung drohen.

Bei den ganzen Zusagen zur Unterstützung der Spielebranche in Berlin bleibt jedoch ein bitterer Nachgeschmack: Einerseits wird davon geredet, dass Spiele ein Teil der Kultur sind, andererseits sollen es dann aber doch besser nur wertvolle und lehrreiche - man könnte auch sagen schöne und gute - Spiele sein. Wer etwa einen international vermarktbaren Shooter für Erwachsene entwickelt, der könnte durchaus auch im Rot-Rot-regierten Berlin Steine in den Weg gelegt bekommen. Tauss hat also durchaus Recht, wenn er mehr Akzeptanz für Computerspiele einfordert.

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 Tauss: Akzeptanz für Computerspiele muss besser werden
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Trollversteher 23. Apr 2007

Die einzige Gefahr, die in Computerspielen liegt, ist bei übermäßigem Konsum...

Trollversteher 23. Apr 2007

Genau, und Du wirf Dein Hirn den modernen Hexenjägern von Bild & Co in den Rachen, die...

Tritop 21. Apr 2007

Dem schließe ich mich an. :-) Darüber hinaus ist es mir sowas von scheißegal, was...

q. 20. Apr 2007

Die meisten Buden sind nur kreativ darin bei einer Hand voll Spielen mit neuen Ideen...

Hurz 20. Apr 2007

Warum? Begründung?



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