Überhöhte Software-Preise: Microsoft entschädigt Kunden
Der zuständige Richter Scott Rosenberg bewilligte den Vergleich zwischen Microsoft und den Klagenden. In der Sammelklage von Firmen, Institutionen und Privatpersonen wurde Microsoft vorgeworfen, das Marktkmonopol des Konzerns dazu missbraucht zu haben, überhöhte Preise für Betriebssysteme und Office-Produkte verlangt zu haben.
Gemäß dem Vergleich zahlt Microsoft insgesamt 179,95 Millionen US-Dollar an die Kläger. Privatpersonen und Geschäftskunden erhalten als eine Art Entschädigung 16,- US-Dollar für jede erworbene Betriebssystemlizenz, die zwischen dem 18. Mai 1994 und dem 30. Juni 2006 gekauft wurde. Für Regierungseinrichtungen gilt diese Regelung, wenn eine Lizenz zwischen Juni 2002 und Juni 2006 erworben wurde.
Diese Zeiträume gelten auch für erworbene Office-Lizenzen für die Windows-Plattform. Für das Office-Paket von Microsoft zahlt der Konzern 29,- US-Dollar, während für Word 10,- US-Dollar und für Excel 25,- US-Dollar pro Lizenz als Ausgleich an die Kläger gehen. Während Privatkunden in bar ausbezahlt werden, erhalten Unternehmen Gutscheine zur Verrechnung bei einer späteren Bestellung. Zudem erhalten die vier Klageparteien jeweils 10.000 US-Dollar.
Zudem hat sich Microsoft dazu verpflichtet, dem Bildungsministerium in Iowa sowie der Rechtsbeihilfe in dem Bundesstaat jeweils eine Million Dollar zu spenden. Mit dem Vergleich will Microsoft eine Entschädigungszahlung vermeiden, die sich auf mehr als 1 Milliarde US-Dollar belaufen könnte, teilte das Unternehmen mit.