Emotionale Beeinflussung bei Filmen höher als bei Spielen

Dass Hollywood noch besser dabei ist, Emotionen bei den Zuschauern auszulösen, war auch ein Thema des "21. Medien Gipfel", der Auftaktveranstaltung zu den Gamestagen Berlin-Brandenburg und der von Essen nach Berlin umgezogenen Spieleentwicklerkonferenz Quo Vadis. Als Vertreterin der Spielebranche betonte Odile Limpach, die Geschäftsführerin Blue Byte Deutschland, dass es von Kino noch viel zu lernen gebe, wenn es darum gehe, Emotionen zu vermitteln. "Wir lernen mehr von Hollywood als Hollywood von uns", so Limpach.

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Gewalt in Spielen ist laut BBFC-Studie durchaus auch bei Spielern ein Thema. Jüngere Spieler würde ein Teil der dargestellten Gewalt bestürzen, vor allem in solchen Spielen, die eine Alterseinstufung für Erwachsene erhalten hätten. Auch gebe es seitens Spielern Sorgen darüber, dass in einigen Titeln Boshaftigkeit über Unschuld siegt. Nichtsdestotrotz seien die meisten Spieler wegen Gewalt in Spielen nicht ernsthaft beunruhigt, da sie der Meinung sind, dass die Gewalt im Fernsehen und auf der Leinwand unangenehmer und realer sei.

So sind sich die befragten Spieler auch fast ausnahmslos einig darin, die Theorie zurückzuweisen, dass Spiele Menschen dazu verleiten können, im realen Leben gewalttätig oder verroht zu werden. Sie sehen keinen Beweis bei sich selbst oder ihren Freunden, die ebenfalls spielen, dass sie im realen Leben gewalttätiger würden.

Jüngere Spieler werden laut Studie durch ihre Freunde und Mundpropaganda dazu gebracht, bestimmte Spiele zu spielen - negative Berichterstattung über ein Spiel würde dessen Attraktivität steigern. Obwohl viele Eltern sich die Alterseinstufung von Spielen zu Herzen nehmen würden, sehen doch manche kein Problem darin, ihren Kindern Erwachsenenspiele zu geben, weil es doch "nur Spiele" seien.

Laut Studie widmen sich die Kinder in immer früheren Jahren Videospielen, allgemein steige das Durchschnittsalter aber an. Die Studie bestätigt, dass es zwischen männlichen und weiblichen Spielern starke Unterschiede im Spielegeschmack und bei der Zahl der Spielstunden gibt. Während die weiblichen Spieler strategische Lebenssimulationen wie "Die Sims" und Puzzle-Spiele bevorzugen, stehen bei männlichen Spielern First Person Shooter und Sportspiele hoch im Kurs. Männliche Spieler würden sich den Spielen dabei in der Regel deutlich intensiver und länger widmen.

Im Rahmen der qualitativen BBFC-Studie von Cragg Ross Dawson wurden minderjährige bis erwachsene Spieler, Eltern, Vertreter der Spieleindustrie und Spielejournalisten befragt. Die komplette Untersuchung kann über die BBFC bezogen werden.

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 Emotionale Beeinflussung bei Filmen höher als bei Spielen
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N17 21. Apr 2007

Was ist, vom sozialen her, daran falsch ein Spiel zu spielen? Es schadet den Mitmenschen...

N17 20. Apr 2007

1. Diese 'Sprache' hat sich in der Rauch-und-Sauf-Szene und in der 'Türken'-Szene (und...

Hurz 20. Apr 2007

Wir streichen schlicht mal unseren Rüstungsetat? Da kommen schon ein paar Millionen...

Nicwin88 20. Apr 2007

Warum hat eigentlich noch kein Ammi Ammokläufer die Spielehersteller verklagt, dass auf...

Nicwin88 20. Apr 2007

Hat sich eigentlich noch niemnand gefragt, warum kein einziger dieser Amokkids aus guten...



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