Linux-Kernel 2.6.21 tickt dynamisch

Änderungen gab es wieder einmal bei den Dateisystemen. Ecryptfs ist ein Dateisystemaufsatz von IBM, um einzelne Dateien zu verschlüsseln und ist seit 2.6.19 im Linux-Kernel. Nun unterstützt Ecryptfs auch die Verschlüsselung mit Public-Keys. Unabhängig davon, ob sich Metadaten im Datei-Header oder in den erweiterten Attributen befinden, kann auf diese über den Header zugegriffen werden. Im Zusammenspiel mit inkrementellen Backups kann dies von Bedeutung sein.

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Beim Einsatz des Cluster-Dateisystems GFS2 sollen sich Verzeichnisse nun schneller auslesen lassen und "growfs" kann mit über 2 TByte großen XFS-Dateisystemen umgehen. NFS funktioniert zudem auch in Verbindung mit IPv6 und Minix-V3-Dateisysteme lassen sich einbinden.

Im Netzwerkbereich wurde IPsec so erweitert, dass IPv4 über IPv6 und umgekehrt getunnelt werden kann. Darüber hinaus umfasst der neue Kernel wieder eine Reihe von Treiber-Updates im Bereich SATA und Parallel ATA, aber auch neue Sound-Chips werden unterstützt. Insbesondere für Notebooks-Nutzer sind die ACPI-Aktualisierungen interessant, denn ACPI nutzt jetzt das Sysfs-Framework und so gibt es auch Sysfs-Unterstützung für hintergrundbeleuchtete Bildschirme. Zudem wurden speziell für Sony- und Asus-Notebooks neue Treiber hinzugefügt.

In der neuen Version lässt sich der Kernel aus dem Userspace heraus als "tainted" ("befleckt") markieren. Bisher geschah dies vor allem, wenn proprietäre Kernel-Module geladen wurden, aber beispielsweise auch wenn ein SMP-Kernel auf nur einer CPU lief. Nun kann aber über /proc/sys/kernel/tainted der Kernel als tainted markiert werden, wobei das "U"-Flag verwendet wird. Anlass dafür war die Real-Time-Spezifikation für Java (RTSJ), die Zugriff auf den Speicher verlangt, was wiederum mit der Sicherheitserweiterung SELinux kollidiert. Daher wird beim Einsatz der Kernel nun markiert, um den Anwender über dieses Problem zu informieren.

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Wie üblich steht der neue Kernel 2.6.21 als komplettes Archiv und als Patch zum Download bereit. Auch auf diversen Mirror-Servern liegen die Dateien.

Wie geht es weiter?

Noch spannender könnte es bei den nächsten zwei Kernel-Versionen werden. Das Dateisystem Reiser4 liegt noch immer in Andrew Mortons Entwickler-Kernel und es sieht nicht so aus, als würde es in einer der nächsten Kernel-Versionen in den Hauptzweig aufgenommen. Anders sieht es da beim neuen WLAN-Stack mac80211 aus, der voraussichtlich schon recht bald in den Haupt-Kernel gelangen wird. Er verspricht vor allem eine bessere Hardware-Unterstützung und wird das erst mit Linux-Kernel 2.6.14 eingeführte IEEE80211-Subsystem ablösen. Die Linux-Distribution Fedora 7 beispielsweise wird mac80211 bereits verwenden.

Auch ein neuer Scheduler, der für die Zeitzuteilung an Prozesse zuständig ist, könnte in eine der nächsten beiden Kernel-Versionen gelangen. Im Rennen sind beispielsweise der Rotating Staircase Deadline Scheduler (RSDL) und der Completely Fair Scheduler (CFS). Die Aufnahme mehrerer Scheduler wurde von den Kernel-Entwicklern bereits ausgeschlossen.

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