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IDF: Core-2-Nachfolger "Penryn" mit über 3 GHz 45% schneller

Neuer Prozessor kommt im dritten Quartal 2007. Auf dem "Intel Developer Forum" (IDF) in Peking hat Intel erste Leistungsdaten zum kommenden Update der Core-Architektur bekannt gegeben. Die neuen Prozessoren, die für Server, Desktops und Notebooks erscheinen sollen, können bis zu 40 Prozent schneller rechnen als die aktuellen Core-2-CPUs.
/ Nico Ernst
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Einzelne Benchmarks legte Intel noch nicht vor, vielleicht bekommt die Presse ja – in inzwischen beinahe alter IDF-Tradition – noch Gelegenheit, den Prozessor auf der Konferenz selbst zu vermessen. Aber nach Anwendungszenarien sortierte Tendenzen konnte Intel zeigen – dabei ist jedoch zu beachten, dass die Anwendungen für die zunächst mit 2 und 4 Kernen in einem Gehäuse erscheinenden Penryns ordentlich in Threads aufgeteilt sein müssen, was vor allem bei älteren Spielen nicht immer der Fall ist.

Bei neuen Spielen oder dem Videokodieren soll Penryn aber bis zu 40 Prozent schneller als Core 2 sein, bei 3D-Berechnungen – womit hier unter anderem Raytracing gemeint ist, nicht Spiele – noch 25 Prozent.

Bildverarbeitung, vermutlich mit SSE4-Befehlen, klappt mit Penryn laut Intel noch 15 Prozent schneller. Durch den auf bis zu 6 MByte pro Die vergrößerten L2-Cache und die 24fache Assoziativität des Penryn-L2 (Core 2: 16-fach) sollen Supercomputer-Anwendungen mit viel Speicherbedarf sogar 45 Prozent zulegen, Java-Anwendungen noch 25 Prozent.

Als Erstes kommt der Penryn mit der neuen Xeon-Serie 7300 – Codename "Tigerton" – noch im dritten Quartal auf den Markt.

Nach Penryn folgt gemäß Intels "Tick-Tock-Strategie" die nächste komplett neue Architektur Nehalem bereits 2008. Mit einem "Tick" sollen in Zukunft alle zwei Jahre bei gerader Jahreszahl neue Architekturen in bestehenden Strukturbreiten erscheinen, die von den nächstkleineren Fertigungsmethoden in einem "Tock" ein Jahr später – also in allen ungeraden Jahren – beerbt werden. Bei Penryn, so Intel-Vize Pat Gelsinger, sei es aber "Viel mehr als eine Verkleinerung." Auf der aktualisierten Roadmap der Architekturen hat Intel auf dem IDF nach dem kleineren Nehalem namens "Westmere" jetzt den bisher unbekannten "Sandy Bridge" auf dem Programm. Dabei handelt es sich aber, so Gelsinger, nur um das bisher als "Gesher" bekannte Design. "Wir ändern die Codenamen ab und zu, geheimsen sie da nichts hinein" , wischte der Chef von Intels Enterprise-Abteilung das Thema vom Tisch.


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