Neuer Scheduler für Linux
Der bei Red Hat beschäftigte Ingo Molnar hat das Patchset in einer E-Mail(öffnet im neuen Fenster) an die Linux-Kernel-Mailingliste angekündigt. Der "Modular Scheduler Core and Completely Fair Scheduler", kurz CFS, liefert Verbesserungen für den zeitlich gesteuerten Prozessablauf, die in den letzten Jahren vorgeschlagen wurden. Dazu zählen hierarchisch aufgebaute Klassen, die Regeln zur Steuerung unterstützen.
Der neue Scheduler soll sich im laufenden Betrieb zwischen einer Desktop- und Server-Optimierung umschalten lassen. Als Standard kommt die Desktop-Einstellung zum Einsatz. Unter anderem soll auch die Lastverteilung auf Mehrprozessor-Systemen mit dem neuen Scheduler besser funktionieren als mit dem derzeit verwendeten Scheduler.
Der experimentelle Patch(öffnet im neuen Fenster) lässt sich gegen den Kernel 2.6.21-rc6 anwenden, der anschließend neu kompiliert werden muss. Nach einem Neustart des Systems wird CFS dann direkt vom Kernel genutzt.
Der Patch kann nun den üblichen Weg gehen: Sofern die anderen Kernel-Entwickler ihn akzeptieren, wird er in Andrew Mortons Kernel-Zweig aufgenommen und von dort irgendwann in den offiziellen 2.6er-Kernel gelangen.



